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Für Wanderer gibt es keine offizielle Zeitnahme oder Siegerehrung. Dennoch lohnt es sich sehr, in dieser Kategorie anzutreten. Und ich werde euch berichten warum!

v.l.n.r.: Margo, Iris und Bertl, ich vor dem Start der “M”-Strecke.
In Nesselwang gab es einige Premieren zu bestehen: Zum ersten Mal fand der Mountainman in dieser Location im Allgäu statt. Zum ersten Mal bin ich beim Mountainman dabei gewesen. Zum ersten Mal habe ich mir freiwillig die kürzeste, verfügbare Strecke ausgesucht. Und zum ersten Mal bin ich gewandert und nicht über die Trails gelaufen. Denn für mich sollte es in diesem Jahr der einzige Wettbewerb sein, an dem ich teilnehmen werde. Auch ich war im Team unterwegs. Nicht mit einem Wauz an der Leine, sondern mit meinem eigenen, kleinen Mountainman unterm Herzen.

Kurz vor dem Start der Teilnehmer auf der “S”-Strecke.
Selbst wenn das Wetter es am Eventtag nicht sonderlich gut mit uns meinte, der Stimmung unter den Startern und auch beim Orga Team habe ich es nicht angemerkt. Die Teilnehmer waren freudig-angespannt und die Crew super hilfsbereit und freundlich. Die familiäre Atmosphäre war deutlich zu spüren.
Für mich ertönte der Startschuss erst mittags um 12 Uhr. Dann wurden die Teilnehmer der kürzesten Strecke „S“ auf die 8,5 Kilometer Trails mit insgesamt 620 Höhenmeter geschickt. Alle anderen Starter waren bereits seit 8 Uhr beziehungsweise 10 Uhr morgens auf drei weiteren Strecken unterwegs, die in „M-XL“ unterteilt waren.

Hallo Altschnee-Felder. Auf dem Trail gab es nicht nur jede Menge Matsch, sondern auch noch etwas Schnee.

Kurze Regenpause nutzen um den Ausblick zu genießen und um ein Käsebrot zu essen (Nicht auf dem Bild
).
Bei Dauerregen bedeutete das im Aufstieg den Schlammflüssen entgegen zu steigen, später beim Abstieg mit dem Schlamm ins Tal zu laufen. Die Streckenführung auf schmalen Single Trails, vorbei an einem Wasserfall, durch den Wald und auch auf einem Panorama-Steig entlang fand ich sehr gelungen. Regen und Wolkenmassen haben die Aussicht eben ein bisschen getrübt. Da ich als Wanderer und nicht im Wettkampf-Modus bergauf gestiegen bin, habe ich es mir auch nicht nehmen lassen, kurz vor den Altschneefeldern eine Pause einzulegen, mich auf einen Baumstamm zu setzen und eines meiner mitgebrachten Käsebrote zu essen.
Kurz vor dem höchsten Punkt auf meiner Strecke lag eine der beiden Verpflegungsstellen, die ich passieren würde. Dort habe ich mir warmen Tee in meinen Faltbecher gefüllt und nochmal eine kleine Brotzeit eingelegt. Gierig habe ich auf die Landjäger-Stücke geschaut. Aber Rohwurst geht nunmal in der Schwangerschaft nicht und so gab es erneut eines der Käsebrote, die ich noch im Rucksack dabei hatte. Etwas unschön fand ich, dass Apfel- und Bananenstücke im Wasser geschwommen sind. Da habe ich lieber drauf verzichtet.
Nach dieser Rast hatte ich genug Kraft für die letzten paar Höhenmeter, auf denen es mich richtig derb und eiskalt abgeduscht hat: Regen, starker Wind und Hagel satt! Glücklicherweise kam bald wieder ein Waldstück, in dem uns die Naturgewalten von oben nicht so ungebremst erwischen konnten. Jedoch kam nun die Nässe hauptsächlich von unten und es galt nicht auszurutschen auf dem ganzen Batz, der sich unter den Füßen ebenfalls Richtung Tal bewegte.
Beherzte, schnelle Schritte waren nun angesagt und so kam es, dass ich eine Mädels-Wandergruppe auf dem Downhill überholt habe. Von ihnen habe ich sogar den „Preis für die saubersten Schuhe und Hosen“ bekommen. Nach etwas Smalltalk und ein paar gemeinsamen Metern bin ich in meinem Tempo weiter abgestiegen. An einem größeren Schlamm-Loch habe ich den eben noch verliehenen Preis dann auch schnell wieder abgegeben. 
An der zweiten und letzten Verpflegungsstation habe ich noch einmal kurz Rast gemacht. Von einem Partner des Veranstalters gab es dort richtig leckeren Süßkram und da habe ich ein wenig zugeschlagen.
Die verbleibenden zwei Kilometer bis ins Ziel führten uns teils über einen Feldweg und eine Teerstraße. Auf der bin ich dann auch langsam bergab gejoggt, weil es sich sonst als Wanderer gefühlt noch ewig gezogen hätte und ich mit der neuen Langsamkeit noch nicht ganz meinen Frieden gefunden habe.
Auch wenn durch den Regen im Zielbereich nicht gerade die Hölle los war, wurde jeder Finisher vom gut gelaunten Moderator individuell begrüßt und gefeiert. Im Ziel hatten sich auch schon Freunde und Bekannte von mir versammelt – das hat richtig gut getan! Und dann gab es da auch noch eine Finisher Medaille für mich! Auch wir Wanderer haben eine Startnummer und eben eine Medaille bekommen. Und das fand ich richtig klasse!

Regen, Matsch, fordernder Trail bergauf und bergab – angekommen im Ziel nach 8,5 Km.
Glücklicherweise habe ich auf dem Downhill nicht gebummelt, denn etwa 40 Minuten nach meiner Ankunft im Ziel in Nesselwang wurde das Rennen vom Veranstalter aufgrund des Wetters abgebrochen. Das war sicher unglaublich schade für die Teilnehmer, die sich auf den längeren Distanzen noch auf der Strecke befunden haben jedoch geht Sicherheit immer vor.

Kurz inne halten und die Medaille bestaunen. Wir haben es ins Ziel geschafft: Der kleine Mountainman in meinem Bauch und ich.

Glücklich im Ziel angekommen!
Für meine Freundin Iris und ihren Hund Bertl hat es mich riesig gefreut, dass die beiden 1. Hundegespann auf ihrer Strecke geworden sind. Ich hoffe für sie und auch Lena, die alle für das Team Trampelpfadlauf starten, in der Triforia Wertung eine starke Platzierung zu erreichen.
Die unterschiedlichen Streckenlängen beginnen bereits bei unter 10 Kilometern und mit absolut machbaren Anstiegen, also bestens für Einsteiger geeignet. Für ambitionierte Läufer gibt es einen Kurs mit deutlich über 2000 Höhenmetern. Gemeinsam mit mir haben sich eine ganze Reihe von Mädels nicht von der Bezeichnung MountainMAN abschrecken lassen und waren zahlreich vertreten. Trotz der männlichen Bezeichnung „Mountainman – Held der Berge“ heißt die Wettbewerbsreihe natürlich auch Frauen herzlichst willkommen.
Ich finde es richtig motivierend, dass so viele unterschiedliche Zielgruppen im Format dieses einen Wettbewerbs angesprochen werden können. Vielleicht traut sich der ein oder andere beim nächsten Mountainman, am 22. Juni in Großarltal oder am 13. Juli in Reit im Winkl einen erneuten Start oder eine längere Distanz zu?
Ich bin von der Veranstaltung begeistert und überlege bereits, ob ich im nächsten Jahr dann wieder als Trailrunner am Mountainman teilnehmen kann.

Die Mountainman Medaille der Strecke “S” in Nesselwang.
In sportlicher Kooperation mit Mountainman:
Für meine Berichterstattung wurde mir der Startplatz vom Veranstalter kostenlos zur Verfügung gestellt.
Durch möglichst viel Schlamm robben, durch Wasserbecken tauchen und andere Hindernisse überwinden? Als ich vom Sport-BH Hersteller Anita gefragt wurde, ob ich Lust darauf habe beim Muddy Angel Run in München in ihrem Team mitzulaufen, habe ich ehrlich gesagt etwas Bedenkzeit gebraucht. Sind das wirklich nur fünf Kilometer mit ein paar Hindernissen?
„Europas #1 Schlammlauf nur für Frauen“ heißt es in der offiziellen Ausschreibung. Ist das nicht ein wenig sexistisch? Ich kannte den Muddy Angel Run bisher nicht, da ich mich noch nie für Hindernisläufe interessiert habe. Beim Lesen auf der Seite der Veranstalter bin ich jedoch etwas kleinlaut geworden. Der Muddy Angel Run ist eben nicht eine niedrigschwellige Ausgabe eines Obstacle Races, bei dem sich Mädels im Schlamm wälzen sollen. Denn mit den in Deutschland, Österreich und der Schweiz stattfindenden Veranstaltungen soll auf das Thema Brustkrebs und Brustkrebsvorsorge aufmerksam gemacht, aufgeklärt und Betroffenen Mut gemacht werden. Es wird pro Ticket und Merchandise-Artikel je 1€ an den Brustkrebs Deutschland e.V. (in der Schweiz an Pink Ribbon) gespendet.
Die Veranstalter halten ein Kontingent von mindestens 50 Freistart-Tickets pro Veranstaltung für Brustkrebs-Patientinnen vor. Durch Spaß und Bewegung soll dem Krebs damit die Stirn geboten werden. Das ist ein Konzept, was mich absolut überzeugt hat und ich habe die Einladung gerne angenommen, im Team Anita Active zu starten.

Wir sind bereit für den Muddy Angel Run. Foto: Anita

Und eine blinzelt doch
Foto: Anita
Und Mädels, wenn wir schon mal beim Thema Brüste sind … egal ob beim CrossFit, beim Tennis oder eben bei Hindernisläufen – es ist wichtig, das empfindliche Bindegewebe unserer „Hupies“ mit einem gut sitzenden und perfekt stützenden Sport BH besonders bei High Impact Sportarten zu schützen. Wer will schon Schmerzen oder einen Hängebusen haben? Niemand! Perfekt also, dass wir im Team Anita bestens eingekleidet wurden, um Sprünge und Laufstrecken zu meistern. Getreu des Mottos: „Move your body, not your boobs“.
Nur einen tollen Sport BH anzuziehen reicht natürlich nicht aus, um ein Obstacle Race zu meistern. Wegen der insgesamt fünf Kilometer Laufstrecke habe ich mir persönlich keine Sorgen gemacht. Über die aus verschiedenen YouTube Videos bekannten Hindernisse bin ich allerdings noch nie gesprungen. Auch das Balancieren auf einem Balken in luftiger Höhe wollte ich vorher gerne einmal ausprobieren. Da kam es gerade recht, dass wir einen Abend zum Team-Building im Outdoor Park der Jochen Schweizer Arena in München verbringen durften.

Foto: Anita

Jetzt kann es losgehen! Foto: Anita
Unser Team hatte beim Muddy Angel Run die Startzeit 11 Uhr. Bevor es auf die Strecke ging haben wir natürlich noch ein paar Fotos gemacht, unsere Stirnbänder mit der Startnummer aufgesetzt und beim Warm-Up ein wenig herum gealbert. Obwohl wir mit 20 Starterinnen ein sehr großes Team waren, sind wir die meiste Zeit zusammen geblieben und haben gemeinsam die Hindernisse bewältigt.

Hand in Hand übers Hindernis – gemeinsam gehts leichter. Foto: Anita


Ups, jetzt kommt hoffentlich doch noch einmal Wasser.
Am meisten musste ich mich beim Tauchen überwinden. Ich bin einfach keine Wasserratte und komme irgendwie nicht so gut damit klar, mit dem Kopf unter Wasser zu sein. Aber dank des Zuspruchs und der Motivation aus unserem Team habe ich es doch geschafft.
Natürlich gab es auf der Strecke auch jede Menge Schlamm, durch den Kleidung und Schuhe gefühlt um einige Kilos schwerer wurden. Und was soll ich sagen: Im Ziel musste ich feststellen, dass ich trotz Schaum- und Wasserbälle-Bad von uns allen noch am meisten Matsch auf dem T-Shirt hatte. 


Foto: Anita

Na Gott sei Dank schon wieder Wasser! 

Ein cooler Spruch auf dem Shirt ist Ehrensache.
Ich habe in der Vergangenheit einige Sport BHs ausprobiert, leider wird eine Läufer-Mini-Körbchengröße wie meine nur unglaublich selten von Marken berücksichtig. Glücklicherweise gibt es seit letztem Jahr von der Firma Anita ein Modell in Körbchengröße AA. Ich habe ungelogen Freudensprünge gemacht, denn bisher hatte ich keinen Sport BH gefunden, der mir derart perfekt passt. Die Rede ist vom Modell Air Control DeltaPad. Luftdurchlässiges Mesh-Gewebe an der Außenseite und schon fast flauschige Pads in den Cups, die perfekten Halt geben aber auch Schweiß nach außen leiten, lassen euch bei intensiven Einheiten nicht im Stich.


Ein bisschen Spaß muss sein. Foto: Anita
Das Familienunternehmen Anita setzt in der gesamten Produktionskette auf hohe Qualität und wer schon einmal einen Anita BH getragen hat, weiß, wovon ich rede. Die Produkte haben ihren Preis, sind aber auch sehr wertig. Leider gibt es den BH mit Körbchengröße AA bisher nur im klassischen BH Design mit zwei Trägern am Rücken. Ich würde ihn mir zukünftig auch noch als Racerback-Modell wünschen, um ihn im Sommer unter luftigen Tops tragen zu können.
Über die Händlersuche findet ihr schnell heraus, wo es Anita BHs zu kaufen gibt.
Gemeinsam mit dem Team Anita Active und Cindy von Runfurther.de habe ich einen grandiosen Tag erleben dürfen, viele neue Mädels kennengelernt und mich im Wasser einer Herausforderung gestellt, die ich nur im Team geschafft habe. Wenn mich nun jemand fragt, ob ich erneut bei einem Schlamm- oder Hindernislauf teilnehmen möchte, würde ich sofort ja sagen.

Muddy Angel Run oder doch Schaumparty? Foto: Anita

See you at the finish line! Mit einem kleinen Tänzchen ging es ins Ziel des Muddy Angel Runs. Foto: Anita

Schmutzig und glücklich – Das Team Anita Active. Foto: Anita

Glücklich im Ziel angekommen. Foto: Anita
Am 30.06.2018 hat der Stubai Ultratrail zum zweiten Mal stattgefunden. Die Teilnehmerzahl hat sich dabei im Vergleich zur Premiere in 2017 sogar fast verdoppelt. Das deutet für mich ganz klar darauf hin, dass die Trails im Stubaital einfach wunderschön sind. Und ich vermute auch, dass genau wie uns viele andere Läufer einfach die Neugier auf diesen Trailrun gepackt hat.
Mit dem Gletschertrail ist dieses Jahr eine dritte Distanz dazu gekommen, die den Wettkampf auch für reine Bergläufer richtig interessant macht. Auf diesem Skyrace sind auf nur 8 Kilometern kernige 1394 Höhenmeter zu überwinden. Weiterhin werden mit den beiden bereits bekannten Distanzen, dem Basictrail mit 28,7 Kilometern und 2528 Höhenmetern, sowie dem Ultratrail mit 63 Kilometern und 5075 Höhenmetern nun alle Vorlieben im Bereich Berg- und Trail-Lauf vom Veranstalter abgedeckt.
Wie sollte es auch anders sein – wenn es einen Ultra zu laufen gab, war Mario selbstverständlich dabei! Genauer gesagt war er derjenige, der nie daran gezweifelt hat, nach dem Zugspitz Ultratrail auch noch die lange Distanz von Innsbruck auf den Stubaier Gletscher zu laufen.

Strecke des Stubai Ultratrails
Mario und ich haben ein kleines Rechenbeispiel angestellt und uns dafür entschieden, keine Unterkunft zu buchen. Statt dessen sind wir am Freitag Nachmittag nach Neustift gefahren und haben direkt am Veranstaltungsort bei der Expo und dem Registrierung-Office geparkt. Nach der Eröffnungsfeier mit Pasta Party haben wir noch ein wenig am Auto gechillt. Die Zeit bis 23 Uhr verging recht schnell. Denn dann fuhr bereits der Shuttle Bus nach Innsbruck zum Start, den man beim Veranstalter buchen konnte.
Start des Ultras war am Samstag um 1:00 Uhr. Das ist sicher nicht nur für meinen Biorhythmus eine ziemlich unchristliche Zeit. Für ein Finish bei Tageslicht ist diese Startzeit jedoch notwendig. In Innsbruck vor dem Landestheater haben sich um Mitternacht die Läufer des Ultras gesammelt.

Im Startbereich vor dem Landestheater in Innsbruck
Im Startbereich haben wir auch einen von zwei möglichen Dropbags abgegeben. Wir haben uns dafür entschieden, einen Beutel mit ein paar frischen Klamotten, Riegeln und Fruchtquetschies zur Verpflegung Nr 8, Talstation Mutterberg, bringen zu lassen. Den zweiten Dropbag fürs Ziel haben wir nicht gepackt. Denn die Wettervorhersage war sehr gut und so sind wir nicht davon ausgegangen, auf dem Gletscher nochmal einen Beutel mit warmen Sachen zu benötigen.

Foto: Veranstalter Stubai Ultratrail
Schneller als gedacht war es 1:00 Uhr und der Startschuss ist gefallen. Es war schon etwas komisch, nachts durch Fußgängerzone und Feiermeile von Innsbruck zu laufen. Szenenapplaus von Partygängern oder einfach nur verdutzte Blicke haben wir dabei ernten können.
Nachdem wir die Stadt hinter uns gelassen hatten, ging es eine ganze Weile auf schmalen Trails durch die Nacht. Staub und Insekten tanzten im Licht unserer Stirnlampen. Relativ schnell hatten wir die ersten beiden Verpflegungspunkte passiert, denn bis dahin war die Strecke sehr gut laufbar und es galt auch noch keine nennenswerte Steigung zu meistern.
Ich weiß nicht genau, ob es an der Tageszeit gelegen hat, aber ich bin bereits mit einem grummelnden Magen gestartet. Auf dem Weg zur dritten Verpflegungsstation ging es nun deutlich bergauf. Auch dort habe ich nur meinen Trinkrucksack aufgefüllt und lediglich etwas Suppe genippt. Essen konnte ich nichts. Mario ging es da ähnlich und so haben wir uns gegenseitig ein wenig mitleidig angelächelt. In der ersten Morgendämmerung ging es steil bergauf.

Morgenrot in den Stubaier Alpen

Schroffe Felsen, die an die Dolomiten erinnern, waren ins schönste Morgenrot getaucht, kurz bevor die Sonne aufging. Es war nicht mehr weit bis zur Starkenburger Hütte und am Horizont haben wir bereits den Gletscher erblickt. Landschaftlich fand ich diesen Teil der Strecke am beeindruckendsten. Und ich bin ehrlich gesagt ein wenig froh darüber, dort nicht bereits im Dunkeln entlang gelaufen zu sein, sondern die felsige Strecke und das atemberaubende Panorama so erlebt zu haben. Aber ein wenig Sorgen habe ich mir schon gemacht, ob ich es mit dem Grummelmagen, der jegliches Essen verweigerte, wirklich bis zur Jochdohle schaffen werde?

Foto: Philipp Reiter

Das warme Licht an diesem Morgen war erst einmal Motivation genug! Wir haben ausgiebig Pause gemacht und viele Fotos geschossen, bevor es an den einzigen großen Downhill des gesamten Rennens ging. In vielen Serpentinen ging es bergab durch den Wald, der uns in Neustift entließ und nach einer Runde durch den Ort hatten wir die Verpflegung Nummer 5 und damit die Hälfte der Checkpunkte bereits erreicht. Warm, also richtig warm wurde es mittlerweile an diesem Samstagvormittag.
Vor der zweiten Hälfte des Rennens hatte ich gehörigen Respekt, da auch die Laufstrecken zum WildeWasserWeg und weiter bis zum Mutterberg stetig bergauf gingen. Mittlerweile hatte ich mich damit abgefunden, dass ich wohl bis ins Ziel nichts essen werde und nur Getränke zu mir nehmen werden können. Doch an Checkpoint 7 gab es Wassermelone an einer Verpflegungsstation. Herrlich! Mein Magen hat mir diesen Schmaus glücklicherweise nicht übel genommen.

Am wilden Wasser

Den Gletscher sieht man bereits am Horizont
Richtig anstrengend war es, in der sommerlichen Hitze voran zu kommen. Doch auch auf diesem Streckenabschnitt gab es immer wieder wunderschöne Ecken zum Schauen. Was aber noch viel wichtiger für uns war: Wir sind dem Gletscher, den wir seit Neustift fest im Blick hatten, fast auf direktem Weg entgegen gelaufen.
An der Talstation Mutterberg mussten alle Läufer einen Medical Check durchlaufen. Nur „ein bisschen Magen“, mehr fehlte Mario und mir nicht. Niemand hatte etwas zu beanstanden, als wir das Medi-Zelt durchlaufen sind. Also haben wir an er Verpflegungsstelle, die sich direkt im Liftgebäude befand, nochmal Wassermelone getankt und uns auf die finalen 1400 Höhenmeter begeben. Von Trailrunning kann man bei uns ab diesem Punkt nicht mehr sprechen. Ich hatte das Gefühl dort am Berg hoch schleichend gegrillt zu werden. Aber es nutzt ja alles nichts, wir wollten da rauf!

Foto: Veranstalter Stubai Ultratrail

Foto: Veranstalter Stubai Ultratrail
Auch hier muss ich sagen, dass die Landschaft grandios und die Strecke wirklich schön war. Aber das Loch im Magen, das sich nicht füllen lassen wollte, hat es mir an diesem Tag besonders schwer gemacht. Deshalb war es unser Wille zu finishen, der uns an diesem Tag einen Fuß vor den anderen hat setzen lassen. Ganz ehrlich? An V9, der Dresdner Hütte wäre ich am liebsten sitzen geblieben. Ich bin mir auch gar nicht mehr sicher, wer von uns beiden nun die längere Pause gebraucht hat. Mario war längere Zeit in der Hütte verschwunden und ich habe mit den netten Leuten an der Verpflegung gequatscht. Aber irgendwann musste es weiter gehen.
Als wir dann endlich die letzte Verpflegungsstelle und den finalen Aufstieg über den Gletscher gesehen haben, war bei mir plötzlich wieder eine kleine Kraftreserve da. Und mit ihr kam auch ein Stück Ungeduld hoch, denn Mario brauchte hier eine längere Pause als ich um noch einmal Kraft für die letzten 1,5 Kilometer auf dem ewigen Eis zu sammeln.

Foto: Veranstalter Stubai Ultratrail

Foto: Veranstalter Stubai Ultratrail

„So bin ich noch nie ins Ziel geschlichen.“, hat Mario auf den letzten Metern gesagt. Recht hatte er! Denn es war ein äußerst verhaltener Zieleinlauf von uns beiden, obwohl die Erleichterung unglaublich groß war, dass wir wieder gemeinsam einen Ultratrail geschafft hatten. Denn dieser Lauf führte durch so viele Highlights der Stubaier Alpen und des Stubai Tals, so dass wir natürlich jedem die Ultradistanz empfehlen würden. Der Zieleinlauf auf dem Gletscher setzt allem buchstäblich die Krone auf. Und wie es sich am Berg gehört gab es Kaiserschmarren als Zielverpflegung.

Glücklich im Ziel auf dem Stubaier Gletscher angekommen!
Nach der Gondelfahrt haben unsere Dropbags an der Talstation bereits auf uns gewartet und es ging mit dem Linienbus, der uns kostenfrei mitgenommen hat, wieder zurück zum Auto nach Neustift. Dort waren beinahe alle Strapazen vergessen. Wir waren einfach nur happy dabei gewesen zu sein!
Herzlichen Dank an das wunderbare Team von Plan B, die jede Trailrunning Veranstaltung mit so viel persönlichem Einsatz und Herzblut auf die Beine stellen. Danke an die vielen Helfer der Bergwacht und der Bergbahn in Stubai.
Es ist schon etwas hart, bereits zur Mitte des Jahres die Ultratrail Highlights hinter sich zu haben. Deshalb haben Mario und ich uns einmal mehr dazu entschlossen, den Stubai Ultratrail von Anfang bis Ende wieder gemeinsam zu bestreiten. Es gab Streckenabschnitte, auf denen Mario etwas besser drauf war und dann gab es auch wieder Teile der Strecke, bei denen ich schneller voran gekonnt hätte.
In den Phasen, in denen es mir mit meinem Magen nicht so gut ging, war ich froh, dass Mario dabei war. Und ihm ist es sicher ähnlich gegangen. Für uns sind die langen Distanzen immer einfacher zu bewältigen, wenn wir sie gemeinsam laufen. Schließlich rennen wir hier nicht um irgendeine Platzierung mit, sondern einfach weil Ultratrails in den Bergen für uns die ultimative Freiheit in der heutigen Zeit bedeuten. Und weil wir gemeinsam bisher immer ins Ziel gekommen sind.
Leider werden wir in 2018 nicht beim Transalpine Run starten können. Deshalb freut es uns umso mehr, dass wir die wunderbare Gelegenheit bekommen haben, einen 2er Teamstartplatz für den TransalpineRun2 vergeben zu können. Wir suchen bevorzugt ein Mixed Team oder ein Master Mixed Team, das sich zutraut die ersten beiden Etappen des Transalpine im Format Run2 zu bestreiten.
Bewerbt euch hier unter diesem Blogbeitrag für den Teamstartplatz. Die Bewerbungsfrist läuft vom 11.07.2018 18:00 Uhr bis 20.07.2018 23:59 Uhr. Wichtig ist, dass ihr noch nicht für den TransalpineRun2 angemeldet, beide über 18 Jahre seid und fit, im hochalpinen Bereich die ersten beiden Etappen des TAR zu laufen. Eure personenbezogenen Daten werden ausschließlich für diese Bewerbung verwendet und nach dem Abschluss für die Anmeldung zum Lauf an den Veranstalter Plan B weitergeben.
Viel Erfolg!
Anfang und Ende dieses Wochenendes sind eigentlich immer gleich und somit ein herrlich berechenbarer Rahmen – Die Zeit dazwischen ist eine große Überraschungskiste. Mario und ich hatten an diesem Wochenende sprichwörtlich die volle Ladung bestellt. Denn auf 102 Kilometern kann ja eine Menge passieren…
Wir sind Freitag Mittag in Grainau angekommen, haben unsere Startunterlagen abgeholt, sind über die Expo geschlendert und haben ausgiebig mit ein paar Bekannten gequatscht, die sich auch immer auf den Trail Runs des Veranstalters Plan B tummeln. Es folgte die Eröffnungsfeier mit Pasta Party und dem Race Briefing im Musikpavillon. Das ist auch der Ort, in dem am Sonntag mit den Siegerehrungen und dem Gruppenbild der Finisher alles endet. Unser Plan war natürlich am Sonntag dort mit einem Finisher Shirt zu sitzen. Werden wir das schaffen?


Am Samstag Morgen standen Mario und ich nach dem Ausrüstung-Check im Startbereich. Wir haben uns auf den „Highway to Hell“ und auf einen landschaftlich atemberaubenden, aber auch unglaublich anstrengenden Lauf gefreut. Pünktlich um 7:15 Uhr setzte sich die Blaskapelle in Gang und alle Teilnehmer durften hinterher gehen. An der nächsten Kreuzung war der Start freigegeben und Mario und ich trabten mit den anderen 565 Startern los.
Zunächst ging es über ein kurzes Stück Straße, dann über schmale Wanderwege ging es leicht ansteigend zum Eibsee. Die erste Zeitnahme mit Verpflegungspunkt war relativ schnell durchlaufen. Es folgten Anstiege auf Skipisten, die ich im Winter bereits mit meiner Outdoor Community Never Stop München in Schneeschuhen hinauf gewandert und hinunter gerannt bin. Die Sonne hat uns bereits gut eingeheizt und so sind wir möglichst am Rand der Piste, im Schatten, bergauf gegangen. Im Schnee kamen mir die Anstiege deutlich länger vor und so war ich ziemlich überrascht, wie schnell wir am zweiten Checkpoint angelangt waren.

Mario läuft die Skipiste zur V2 Gamsalm hinunter.

Melonen-Pause an der Gamsalm
Wir haben uns gut Zeit gelassen um nicht schon zu Beginn die ganze Kraft raus zu ballern. Aber es war bereits am Vormittag zu spüren, dass es durch die anspruchsvolle Strecke und die Hitze ein forderndes Rennen werden würde. Wir befanden uns nun mitten in den großen Anstiegen. Das Gelände war hochalpin und die Ausblicke und Panoramen gigantisch.
Hinter der Pestkapelle haben wir das Tempo noch weiter verlangsamt. Mario hatte kurz vor dem Feldernjöchel durch die Hitze etwas mit seinem Kreislauf zu tun. Daher bin ich voraus gegangen und habe dann jeweils vor dem nächsten Downhill auf ihn gewartet.
Wer unsere Durchgangszeiten an den weiteren Verpflegungspunkten gesehen und sich vielleicht etwas gewundert hat: Wir hatten bereits vor dem Rennen darüber gesprochen, dass diesmal jeder sein eigenes Tempo läuft. Deshalb habe ich mich nach einer Rutschpartie auf einem noch relativ großen Schneefeld von ihm getrennt. Vorher habe ich mich aber noch bei Mario erkundigt, ob es ihm gut geht.
Nun folgte ein Downhill mit Forststraßen Serpentinen, die ich im geistigen Leerlauf hinunter gerannt bin. Dabei war ich so im Flow, dass ich beinahe den Abzweig auf den Trail übersehen habe. Glücklicherweise hat ein Läufer von hinten gerufen, dass ich nun abbiegen müsse.
Dann war es auch schon nicht mehr weit bis zur Hämmermoos Alm, einem weiteren Checkpoint. Dort habe ich noch bis zum Eintreffen von Mario Pause gemacht. Er wollte direkt auf der Alm einkehren, um sich ein kühles Getränk zu kaufen. Ein Radler, wie ich später erfahren habe. Naja, kann man mal machen. 

Der Aufstieg zum Feldernjöchl Foto: Andi Frank
Das nun folgende Teilstück von der Hämmermoos Alm bis zum Hubertushof war nochmal richtig hart. Der Aufstieg zum Scharnitzjoch stand an. Langsam, aber stetig ging es zuerst ein paar Wald-Trails bergauf, bis das Gelände immer hochalpiner wurde. Vereinzelt kamen mir Wanderer und Kletterer entgegen und grüßten. Einige schauten etwas mitleidig, andere applaudierten oder sagten etwas Motivierendes. Das war echt toll und genau an diesen Anstiegen habe ich mich die ganze Zeit richtig wohl gefühlt.
Nach einer Schorle-Pause im kleinen Wettersteinhaus war ich fit für weitere Höhenmeter. Das es anstrengend war gebe ich gerne zu. Aber es war auch einfach traumhaft schön dort oben zwischen den herrlichsten Ausblicken, Blumenwiesen, Kühen und Schafen. Ich war Heidi – in Funktionsklamotten.
Der nun folgende Downhill bis zum Hubertushof war zu Beginn etwas technisch, später dann auf flowigen Trails im Wald aber prima zu laufen. Trotzdem habe ich mich schon auf meine Wechselschuhe aus dem Drop Bag und auf die Verpflegung am nächsten Checkpoint gefreut. Laut Mario sollte es an der V5 immer besonders lecker sein. So kannte ich es zumindest aus seinen Erzählungen von den vorangegangenen Teilnahmen auf dem Ultratrail.

Scharnitzjoch
Doch bevor es ans Buffet ging, musste jeder durch das Zelt der Medical Crew zum Medizin Check. Ehrlich gesagt habe ich mir den relativ inquisitorisch vorgestellt. Doch es war zumindest für mich nicht der Rede wert. Brav habe ich direkt vorm Zelt gestoppt, in der Annahme, dass ich zumindest ausgefragt werde wie es mir geht. „Du kannst einfach durchgehen.“, entgegnete mir die Ärztin, als sie mich bemerkte. Oh, cool. Das wars schon?
Nachdem ich ein paar Kartoffeln und mehrere gekochte Eierhälften mit Salz verdrückt hatte, habe ich mir noch die neuen Schuhe angezogen, ein wenig mit anderen Teilnehmern gequatscht und bin dann ganz entspannt weiter gelaufen. Denn nun kam ein langes, relativ flaches Stück für mindestens 15 Kilometer. Auf dem galt es, zügig Strecke zu machen. Die nächsten beiden Verpflegungspunkte konnte ich somit relativ zügig hinter mich bringen.
Jedes Mal aufs neue habe ich übrigens die verbleibenden Kilometer „to go“ gefeiert. Nur noch 70, 60, 50 – und hinterm Ferchensee sollte schon bald das Schild „30 km to go“ kommen.
Allerdings gab es da etwas, das mich seit dem Nachmittag beschäftigt hat: Mein Handy hatte sich aufgehängt. Schlimm genug, dass ich bereits eine Weile keine Fotos mehr machen konnte, ich habe auch nicht mehr mitbekommen, was in unserem ZUT 2018-Chat so los war. Also habe ich mir nun die Zeit genommen, mich auf einen Stein am Weg gesetzt und versucht das Handy wieder in Gang zu bringen. Das einzige, was noch funktionierte, war die Notruf Funktion. Das war für mein Verbleiben im Rennen am Wichtigsten. Denn ein funktionierendes Handy, mit dem man Hilfe rufen kann, ist Teil der Pflichtausrüstung auf diesem Lauf.
Nachdem gut eine halbe Stunde ins Land gegangen war, musste ich einsehen, dass ich dieses Problem nicht lösen konnte. Ich habe meine Stirnlampe aus dem Laufrucksack gekramt und wollte weiter gehen, als eine andere Teilnehmerin heran gelaufen kam, und mir sagte, sie glaubt, dass Mario ausgestiegen ist. Was?! „Niemals, Mario gibt nicht auf!“ Habe ich wie aus der Pistole geschossen entgegnet. Nachdem sie ihre Kopfhörer wieder aufgesetzt hatte und weiter lief, ging bei mir allerdings doch das große Grübeln los.
Ja, Mario hat bereits am Vormittag mit der Hitze zu kämpfen gehabt. Aber er wollte langsam laufen. Ging es ihm wirklich so schlecht, dass er kurz vorm Aussteigen steht? Durch mein abgeschmiertes Telefon habe ich mit Mario leider keinen Kontakt aufnehmen können. Verdammt, dieser Spruch hat mich schon ziemlich aus der Bahn geworfen. Aber ich bin weiter gelaufen, habe versucht meine Gedanken und Optionen zu sortieren und habe bei der nächsten Station der Bergwacht nach seiner Startnummer suchen lassen. Erleichterung: Er war noch im Rennen.
Fortan habe ich mich ab und zu bei der Bergwacht erkundigt ob er weiter läuft. Ich hatte mich entschieden, ab jetzt deutlich langsamer zu laufen in der Hoffnung Mario schließt doch noch auf und wir könnten den letzten großen Anstieg am Kälbersteig und dem Osterfelder Kopf gemeinsam bewältigen. Denn der Kälbersteig ist Marios Hass-Strecke. Ich hingegen finde ihn gar nicht so schlimm. Im Dunkeln allerdings war er allerdings echt eine harte Nummer. Das steile Gelände mitten im Wald, auf dem man durch Latschen hindurch und steile Absätze hinauf kraxeln musste. Das sah im Schein der Stirnlampe so unwirklich aus.
Natürlich war der gesamte Lauf auch für mich richtig kräftezehrend. Genau vor vier Monaten hatte ich mich beim Skifahren verletzt und kann eigentlich erst wieder seit zweieinhalb Monaten laufen. Deshalb war es mittlerweile wirklich okay für mich, langsam und kraftsparend zu gehen.
Mario war weiterhin irgendwo hinter mir. Eigentlich war mein Plan, hier oben in der warmen Hütte sitzen zu bleiben und auf ihn zu warten. Doch dann habe ich ein Gespräch der Medical Crew über eine andere Läuferin mitbekommen, die sich kurz hinlegen wollte. Irgendwas mit Laktat setzt sich fest und es viel die Grenze 30 Minuten. Okay, dann sollte ich mich doch auch besser auf den Weg machen und die letzten 12 Kilometer in Angriff nehmen. Irgendwann müsste Mario ja dann auftauchen, davon war ich immer noch fest überzeugt.
Bereits auf dem Downhill und kurz vor der letzten Verpflegungsstation ist ein Läufer in einem Affenzahn an mir vorbei gelaufen. Das war Mario! Ich hatte mich in der Nacht umgezogen und meinen Laufrock gegen eine lange Hose getauscht – dadurch hat er mich beim überholen nicht erkannt. 
Ich fand die Situation skurril aber auch einfach nur lustig. Natürlich ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. Es ging ihm gut und den Jägersteig, den er nach der 6. Teilnahme beim ZUT wirklich gut kennt, würde er quasi hinunter fliegen, bis ins Ziel.
Die Jungs am letzten Checkpoint haben ihn richtig derb gefeiert, als er einfach durch gerannt ist. Auf mein Rufen hat er übrigens nicht reagiert, denn er hatte ziemlich lauten und wohl auch ziemlich progressiven Rock auf den Ohren.
Ich bin den Jägersteig in verhaltenem Tempo herunter gelaufen. Auf den letzten Metern wollte ich mich nicht noch lang machen. Die letzten Kilometer auf der Teerstraße haben sich wie Kaugummi gezogen. Ich hatte das Gefühl, nie anzukommen. Doch irgendwann kam endlich der Kurpark und ich habe aus Richtung Ziel den Moderator meinen Namen sagen hören. Mario hat bereits gewartet. Was für ein Lauf! Wir haben ihn geschafft, den langen, anstrengenden und doch wunderschönen Weg ums Wettersteingebirge.

Und ich habe auf den 102 Kilometern auch wieder eine ganze Menge gelernt.
Wenn mir davor jemand gesagt hätte, dass ich verletzungsfrei und ohne mich übermäßig zu quälen ins Ziel kommen würde, hätte ich das so gekauft. Als ich gemerkt habe, dass an dem Tag doch mehr gehen könnte, habe ich im Nachhinein schon etwas mit mir und meiner Zielzeit gerungen. Ich wußte nicht so recht, wie ich den Erfolg einordnen soll. Natürlich ist Mario ein erfahrener Läufer und wir hatten auch eine Absprache. Doch nach der beunruhigen Nachricht einfach weiterzulaufen hätte sich für mich falsch angefühlt. Rückblickend würde ich mich wohl wieder so entscheiden, denn am Ende steht für mich die Erkenntnis, dass Freundschaft und Teamspirit wichtiger sind als der einsame Erfolg. Den nächsten Lauf bestreiten Mario und ich wieder von Anfang bis Ende gemeinsam.
Ein großes Dankeschön an die Organisatoren von Plan B, sowie Hafenmaier – Berge erleben für die Streckenplanung und die perfekte Versorgung von uns Läufern an allen Checkpoints. Einen richtig tollen Job hat auch wieder die Bergwacht gemacht. Danke für die Motivation und das ihr mir geduldig Auskunft gegeben habt, ob Mario noch im Rennen ist.
Ein ganz besonderer Dank gilt natürlich auch allen unseren Unterstützern, Freunden und Familien, die mit uns mitgefiebert haben.
The post Zugspitz Ultratrail – Der lange Weg ums Wettersteingebirge first appeared on Trail Kitchen.]]>In den letzten Jahren habe ich mich entweder verletzungsbedingt nicht fit genug gefühlt, um die 100+ Kilometer gut über die Bühne zu bringen. Oder es stand wie in 2017 mit dem Lavaredo Ultratrail ein anderer Lauf an, weshalb ich mich beim ZUT wieder für eine der kürzeren Distanzen entschieden habe.
Doch wenn ich kurz nach 7 Uhr morgens, an der Strecke stehend, den Läufern des Ultras applaudiert habe, dann war ich jedes Mal ein wenig von Ehrfurcht erfüllt. Denn das sind die Helden dieses Juniwochenendes im Zugspitzdorf Grainau.

Glücksbringer: Die 100 Kilometer Socken von Wrightsock

Ein Teil meiner Ausrüstung für den ZUT 2018
Bleibt das Finish des Ultras ein Traum?
Wenn ich etwas sarkastisch sein darf: Glücklicherweise habe ich mich in diesem Jahr schon sehr früh verletzt. Der Knochenbruch vom Skiunfall im Februar ist gut verheilt und der erste Ultra Trail in 2018 liegt auch bereits hinter mir.


Aber selbstverständlich habe ich so viel Respekt vor der Strecke, dass ich doch ernsthafte Zweifel hatte, ob ich auch in diesem Jahr die Läufer vom Straßenrand beobachten werde, oder mitlaufe und mich als Teilnehmerin auch einmal als kleine Heldin fühlen darf. Naja, zumindest auf den ersten Kilometern, danach wird es richtig hart.
Mal schauen, was ich euch in der nächsten Woche zu berichten habe.
You’ll never run alone
Für meinen guten Freund und mittlerweile langjährigen Ultra Trail Laufpartner Mario ist das Finish des ZUT schon fast ein alter Hut. Ich freue mich darauf, mit ihm gemeinsam am Samstag zu laufen.

Mario im Ziel nach dem Ultra Trail 2016. War etwas matschig auf dem Jägersteig.
Im Vorfeld hatten wir auch ein paar Diskussionen darüber, wie sich jeder von uns das Herangehen an den Lauf so vorstellt. Denn ich hatte mir anfangs schon eine bestimmte Zielzeit vorgenommen. Und wer mich etwas besser kennt, weiß auch um die „Wettkampfsau“
zu der ich mutieren kann. Doch ganz realistisch betrachtet fehlen mir durch meine Verletzung in diesem Jahr einige lange Bergläufe in der Vorbereitung.
Mario hat mir vor ein paar Tagen ein Youtube Video von Michael Arend geschickt. Dort besprechen er und Stefan Helbig die langen Strecken des ZUT. Die Teile zwei und drei folgen am Dienstag, 12.06 und Mittwoch, 13.6. Bereits beim Anschauen des ersten Teils war mir klar: Es wird ein langer Tag, ich werde den Lauf genießen und hoffentlich gemeinsam mit Mario ankommen.
Im Video geben die beiden einige Tipps, beispielsweise das Rennen gechillt angehen zu lassen, ruhig zu bleiben oder besonders schöne Stellen einfach zu genießen. Irgendwie konnte ich diese Tipps sehr gut annehmen. Kennt ihr das auch, dass ihr Ratschläge von Aussen manchmal besser annehmen könnt, obwohl sie exakt die selben sind, die euch ein Freund gegeben hat?

Hoffentlich können wir im Ziel genauso strahlen, wie bei bisherigen gemeinsam gefinishten Läufen.
Bei mir ist also der Kopf wieder klar und das Herz voller Vorfreude. Zum einen auf den Lauf und zum anderen auf die vielen Freunde und Bekannte, die wir jedes Jahr in Grainau treffen.

Eine große Runde um das Zugspitz Massiv. Das ist der Zugspitz Ultratrail.
In sportlicher Kooperation mit Plan B Events (Startplatz Ultra Trail), wrightsock (PR Sample), The North Face (PR Sample), Salomon (PR Sample) und Neprosport (PR Sample)
The post Zugspitz Ultra Trail – Diesmal die lange Strecke?! first appeared on Trail Kitchen.]]>Durch den schneereichen Winter lagen auf der geplanten Wettkampfstrecke noch einige Altschneefelder. Die waren auch der Grund, warum Lena vom Trampelpfadlauf eine Woche vor dem Wettkampf die ersten 20 Kilometer der Strecke nicht gemeinsam mit mir ablaufen wollte. Statt dessen haben wir eine vergleichbare Runde gedreht, die seit meinem Unfall die einzige in vergleichbarer Länge war. Also gut vorbereitet sieht anders aus. Die Teilnahme hatte ich mir aber nun mal in den Kopf gesetzt und dieser kann manchmal eben auch Berge versetzen. Also bin ich am Samstag Morgen um 07:00 Uhr nach Marquartstein gefahren.

Über den Wolken ist das Chiemgau nochmal schöner.
Der Start der langen Distanz war um 10:00 Uhr. Das ist eine ziemlich gechillte Zeit, um die Nacht vorher im eigenen Bettchen zu schlafen und nach einer guten Stunde Autofahrt vor Ort zu sein.
Die Ultras waren die ersten, die an diesem Tag gestartet sind und somit war für mich auch noch eine Lücke am Parkplatz neben Start und Ziel frei. Die Beschilderung zur Abholung der Startunterlagen war zwar richtig schön und künstlerisch gemacht: Leider waren diese Holzschilder jedoch so unauffällig, dass ich erstmal einem Trupp anderer Läufer hinterher gedackelt bin. Die Turnhalle befand sich aber genau entgegen unserer Laufrichtung. Unsere Unterlagen und die Starterbeutel gab es aus den Händen sehr freundlicher Helfer.
Nachdem ich mich am Auto umgezogen, den Rucksack mit der Pflichtausrüstung gefüllt und mein Startnummernband umgehängt hatte ging es erstmal zum großen „Klassentreffen“ im Start und Zielbereich. Natürlich hatte ich schon anhand der Starterliste gesehen, dass ich viele bekannte Gesichter sehen werde. Es war einfach herrlich, den Tag mit ein paar netten Gesprächen zu beginnen.

Vor dem Start der Ultra Distanz in Marquartstein.
Pünktlich eine halbe Stunde vor dem Startschuss haben wir unser Race Briefing bekommen. Dabei wurden nochmal letzte Informationen zur Strecke bekannt gegeben. Diese wurde am Vortag aufgrund der Schneeverhältnisse geändert. Wir sollten zwei Kilometer mehr für unser Geld bekommen. 
Mit einer Kuhglocke als Startsignal wurden wir ins Rennen geschickt, die schnellen Jungs voran. Ich habe mich eher im Mittelfeld einsortiert und wollte einfach nur heile über die Distanz kommen. Ein kurzes Stück wurden wir durch den Ort geleitet, dann ging es auch schon in den Wald. Die ersten Anstiege auf moderat steilen Forstwegen bin ich bereits schnell gewandert und so viel Strecke haben die Läufer im Vergleich auch nicht gut gemacht. Die Zeitlimits waren gut zu schaffen, auch wenn ich den Großteil der Strecke wandern sollte.
Eine halbe Stunde nach Rennbeginn waren wir im Wald in dichter Nebelsuppe unterwegs. Dämpfig und schwül war es dort. An ein Panorama war noch nicht zu denken. Immer weiter nach oben ging es in die Wolken hinein. Dank meiner Stöcke bin ich mit diesem „Allrad-Antrieb“ richtig gut voran gekommen. Erste Schneefelder waren zu durchqueren und hier wurde es wirklich steil. Ich war inmitten einer kleinen Gruppe, in der wir abwechselnd das Tempo machten.

Hochgern erreicht und endlich ein wenig Aussicht genießen.

Beim Fotografieren erwischt. Foto: Stefan Goetschl

Runter vom Hochgern nach Marquartstein. Foto: Stefan Goetschl
Endlich, kurz vor dem Gipfel des Hochgern haben sich die Wolken gelichtet und einige Läufer zückten erstmal ihr Handy, um das Panorama auf das wunderschöne Chiemgau zu fotografieren. In einer Schleife ging es noch hinauf zum Gipfelkreuz, bevor dann der erste lange Downhill anstand, der uns zurück in den Start- und Zielbereich nach Marquartstein führte. Aber alles der Reihe nach: Denn ein Teil des Downhills war ziemlich verblockt und ich bin dort eher auf allen Vieren gekrabbelt, statt von einem nassen Stein zum anderen zu springen. Das war die richtige Entscheidung, denn nach dem Lauf habe ich von einigen erfahren, die sich dort lang gemacht haben.
Am Hochgernhaus war für uns der erste Verpflegungspunkt. Ich habe nur ein paar Orangenschnitze und Wassermelone gefuttert und dann ging es auch schon weiter. Als wir eigentlich schon „unten“ angekommen waren, wurden wir nochmal eine kleine Extrarunde über eine Wiese und entlang der Tiroler Ache geschickt, bevor die Läufer der langen Distanz zum ersten Mal die Ziellinie überqueren durften. Anschließend ging es wieder hinauf. Diesmal auf der anderen Seite, zur Hochplatte. Zuerst ging es über schmale Pfade im Wald, danach über eine Fortstraße und dann wieder auf sehr schmalen, diesmal jedoch nicht so steilen Single Trails bergauf.
Mit dem Wetter, der schwülen Luft und der Hitze hatte ich an diesem Tag ziemlich zu kämpfen und ich musste eingestehen, dass ich für diese Distanz eigentlich eine längere Vorbereitungszeit gebraucht hätte. Aber hilft ja alles nichts – jetzt war ich schon am zweiten Anstieg fast oben und musste einfach nur wieder zurück nach Marquartstein.
Auf den kleinen Waldpfaden zur Hochplatte waren an dem Tag auch viele Mountainbiker unterwegs. Der Filmemacher Vale Rapp, der seit zwei Jahren unsere Never Stop München Jahresvideos dreht, war einer von ihnen und nach einem kurzen Plausch mit viel „Mimimi“ von meiner Seite bin ich weiter gelaufen. Menno, ja! An diesem Tag war es echt anstrengend.
Die Hochplatte war in dichtem Nebel. Aber meinen Panoramablick hatte ich für heute schon und ehrlich gesagt wollte ich nur noch ins Ziel. Den Downhill, der sich lange auf Forststraßen hingezogen hat fand ich nur mäßig schön. Ein paar flowige Trails wären mir da lieber gewesen. Was mir aber dann doch ziemlich aufs Gemüt geschlagen ist, waren die beiden Extrarunden kurz vor Marquartstein. Besonders das Stück entlang der Bundesstraße war wirklich nicht so fein. Ich habe dann auch noch einen Bauern gefragt, ob bereits Läufer vorbei gekommen sind, oder ob ich hier falsch bin, da ich schon so lange kein Schild mehr gesehen hatte.
Dann habe ich die Strecke wieder erkannt: Es war die selbe Extrarunde wie beim ersten Mal. Das Ziel war nicht mehr weit. Auf den letzten Metern entlang der Ache habe ich bereits gehört, dass ich wohl zu einem Song von Wham über die Ziellinie laufen werde. Das hat mich nochmal motiviert, die letzten Stufen an der Brücke hinauf zu springen und dann standen auch schon die Mädels mit den Finisher Medaillen da.

Ziemlich erledigt, aber glücklich im Ziel mit der wunderschönen Finisher Medaille aus Holz.
Ich war ehrlich gesagt ziemlich froh, im Ziel zu sein. Aber es ist herrlich, wie schnell man die Anstrengung vergessen kann. Die Strecke hatte besonders auf den ersten 20 Kilometern viele Highlights. Und das die Trails im Chiemgau wirklich wunderschön sind, wissen nun noch mehr Läufer.
Alle Helferinnen und Helfer, sowie die Bergwacht waren so freundlich und herzlich. Ganz besonders die Mädels an den Verpflegungsstationen haben sich so toll um uns Läufer gekümmert und auch sofort ein Auffüllen der Trinkflaschen angeboten. Das war richtig toll! Der erste Chiemgauer Trail Run war wirklich eine gelungene Premiere.
Fürs nächste Jahr würde ich mir etwas weniger Forststraßen im Downhill, eine bessere Markierung auf der zweiten Hälfte der Strecke, sowie Salz und Cola an allen Verpflegungsstationen und ein kostenfreies Zielbier wünschen.
Die GPS Tracks aller Distanzen könnt ihr euch bei Outdooractive herunterladen und nachlaufen.
The post 1. Chiemgau Trail Run – eine gelungene Premiere first appeared on Trail Kitchen.]]>Als mich Steffi gefragt hat, ob ich Lust auf eine Feierabendtour am Samstag Abend habe, brauchte ich keine großen Überredungskünste um sie von einer Biwaktour in Österreich zu überzeugen. Unser Ziel war ein kleiner Bergsee auf gut 1650m. Nachdem wir vorab das Wetter, sowie eine mögliche Route im Internet gecheckt hatten, sind wir um kurz vor 17 Uhr mit dem Auto aus München losgefahren.

Selfie mit Sonnenschein: v.r.n.l Stefanie Ramb, Marlen Franke

Zum Sonnenuntergang auf den Berg gehen. Dann hat man die Natur im schönsten Licht für sich allein. Foto: Stefanie Ramb

Auf gehts, dem Sonnenuntergang entgegen. Foto: Stefanie Ramb
Aufgrund des schneereichen und langen Winters lag ab 1500m auch auf den Forstwegen noch einiges an Altschnee und so haben wir uns beim weiteren Aufsteigen kurzerhand entschlossen, unser eigentliches Ziel gegen einen ebenso schönen und panoramareichen Gebirgssee zu tauschen. Eine Uferseite war bereits schneefrei und es war die richtige Entscheidung, dort unser Nachtlager aufzuschlagen. Das war für uns keinesfalls ein Misserfolg, sondern ganz ehrlich gesagt eine glückliche Fügung, denn sonst wären wir womöglich noch eine ganze Weile nach Sonnenuntergang durch den Schnee gestapft.

Sonnenuntergang in der Tiroler Zugspitz Arena. Foto: Stefanie Ramb

#wemovemountains Bergmädels unterwegs, mit und von: Stefanie Ramb

Ein Platz zum träumen und für uns auch zum Biwakieren.
Es dämmerte bereits und wurde spürbar kälter, nachdem die Sonne untergegangen war. Unsere mitgebrachten Leckereien und der warme Tee waren nach dem steilen Aufstieg und in der Kälte des Abends schnell vertigt. Endlich konnten wir in die warmen Daunenschlafsäcke hinein kuscheln und haben noch ein wenig über das wilde Treiben der Enten auf dem See geschmunzelt.
Für unser kleines Abenteuer hatte ich meine Schlaf– und Biwaksäcke von The North Face mitgenommen. Die Daunenschlafsäcke haben eine Komforttemperatur bis -10 und da ich die Biwaksäcke noch nie im Winter, oder im zeitigen Frühjahr benutzt hatte, war ich gespannt wie gut sie uns vor dem lauen Lüftchen auf dem Berg schützen würden.
Nachts bin ich ein paar Mal durch das Lamentieren der Enten wach geworden. Dabei habe ich gemerkt, wie warm mir im Schlafsack war, allerdings war ich zu faul, etwas auszuziehen. Ich hatte eine lange, aber dünne Jogginghose, T-Shirt, sowie einen Hoodie an.
Kurz vor Sonnenaufgang sind wir aufgewacht und haben fasziniert den rosa gefärbten Himmel und die vom Sonnenlicht angestrahlten Berge beobachtet.

Unser 1.000.000 Sterne Hotel Schlafplatz im Morgenlicht


Cheerio, Mrs. Steffi! Frühstückskaffee nach dem Biwakieren.
Bereits am Vormittag waren wir wieder in München, hatte an diesem Tag aber bereits schon ein herrliches Bergerlebnis und waren von unserem kleinen Abenteuer so richtig glücklich!
Selbstverständlich haben wir darauf geachtet, dass wir unseren Biwakplatz so verlassen wie wir ihn vorgefunden haben. Wir haben unsere Biwaks direkt am Uferpfad ausgebreitet, um die Krokusblüte auf der Wiese nicht niederzutreten.
Ein wichtiger Bestandteil eines jeden Ausflugs in die Berge sollte eine eigene Mülltüte sein. In der sollten neben Verpackungen auch Essensreste und Taschentücher landen. Denn auch die wirft man nicht einfach ins Gelände.

Mit Popcorn im besten Kino der Welt: Im 1.000.000 Sterne Hotel. Foto: Stefanie Ramb
Auch wenn wir noch so sehr darauf achten, den Schlafplatz so zu verlassen, wie wir ihn vorgefunden haben, uns achtsam und ohne Krawall in der Natur bewegen – die rechtliche Situation zum Thema Übernachten am Berg ist nicht ganz unkompliziert. Notbiwakieren oberhalb der Baumgrenze wird gestattet, weshalb ein Biwaksack auf schwierigen Bergtouren sogar als reguläre Ausrüstung empfohlen wird. Jedoch ist „Campen“, damit ist vornehmlich das Übernachten im Zelt gemeint, nur auf ausgewiesenen Campingplätzen erlaubt. Also informiert euch bitte vor einer geplanten Tour, ob es sich vielleicht um ein Naturschutzgebiet handelt, in dem neben Zelten auch Biwakieren nicht gestattet ist. Wenn es sich um ein Privatgrundstück handelt, solltet ihr in jedem Fall das Einverständnis des Besitzers einholen.

Krokusblüte am Berg. Und wir waren live dabei. Foto: Stefanie Ramb
Für viele, die einmal draußen und speziell am Berg übernachtet haben, wird es vielleicht wie für uns ein einmaliges Erlebnis sein. Deshalb ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit dem Thema Übernachten in der Natur ganz besonders wichtig.
Natürlich ist mir auch bewusst, dass wir uns mit diesem Biwakerlebnis in einer Grauzone des Rechts befinden. Deshalb habe ich mich vorher im Internet informiert und bei den Freien Bergen eine ausführlichere Kommentierung (inkl. einer Antwort des Tiroler Alpenvereins) zum Thema gefunden.
Einen informativen und amüsanten Artikel zum Thema Biwakieren mit einer Packliste findet ihr bei den MunichMountainGirls
The post Micro Adventures – Eine kleine Auszeit wird zum Abenteuer first appeared on Trail Kitchen.]]>

Skifahren hat mich ganz unerwartet dafür um so heftiger begeistert. Foto: Steffi Ramb
Wie ihr sicher vermutet, ist mir das Stillsitzen während der vergangenen Wochen richtig schwer gefallen. Und es zeigt sich, dass man nicht nur für das Finishen eines Ultra Trails einen starken Willen braucht. Sondern auch dann, wenn der Arzt mehrere Wochen „abchillen“ verordnet. 
Montag
Seit letzter Woche bin ich sportlich wieder etwas aktiver. Ich trainiere fleißig, um meine verloren gegangenen Muskeln wieder zurück zu gewinnen. Dabei haben mir die Minibänder von Let’s Bands einen Muskelkater beschwert, den ich so schon lange nicht mehr gekannt habe.
Kniebeugen oder Donkey Kicks erfordern deutlich mehr Kraft und Konzentration, wenn sie mit Minibändern um die Beine ausgeführt werden. Und ich finde es toll, dass ich mit diesen handlichen Tools ohne viel Aufwand trainieren kann.
In Zukunft werde ich einige meiner Lieblingsübungen in kleinen Videos zusammenfassen und auf meinen Vimeo Kanal laden. Ein erstes Video ist bereits online.
Donnerstag
Gore Wear hatte in Thalkirchen zu einem Presse Event eingeladen um Highlights aus der neuen Kollektion vorzustellen. Nach meiner Verletzung war es leider noch zu früh, um gemeinsam mit den anderen Journalisten und Trainer Michael Arend eine Stunde lang die Isar Trails zu stürmen. Doch die Präsentation von Jürgen Kurapkat und ein paar Trainingstipps von Michael wollte ich mir nicht entgehen lassen.

Michael Arend zeigt, welche Übungen Trailrunner machen sollten.
Interessant ist, dass es zukünftig die einzelnen Produktsparten wie Gore Running oder Gore Bike Wear so nicht mehr geben wird. Diese werden von Gore Wear abgelöst, das sowohl Produkte fürs Laufen, als auch fürs Radfahren in einer gemeinsamen Kollektion vereinen wird. Dabei werden leichte, superfunktionelle Materialien und das reduzierte, zeitlose Design beibehalten.
Freitag – Sonntag
Ein Girls Trip stand am Wochenende auf dem Plan. Gemeinsam mit Cindy von runfurther.de, Dani, Fahni, Eva und Meli ging es ins österreichische Saalbach. Zusammen gefunden hat sich unsere Mädelsgruppe über Instagram. Das Laufen und die Liebe zu den Bergen sind unsere Gemeinsamkeiten und so haben wir uns bereits virtuell ausgetauscht. Endlich hat es mit einem Treffen funktioniert und wir haben ein Wochenende lang nochmal allerschönstes Winterwetter genießen können. Skifahren, Schneeschuh wandern und und Trailrunning standen auf dem Plan. War ja klar, dass bei uns sportbegeisterten Mädels keine lange Weile aufgekommen ist.

Unsere Mädels Crew auf dem Zwölferkogel.

Schneeschuhwandern bei Kaiserwetter! Foto: Cindy Haase

Eine kleine Runde mit den Mädels laufen war schon wieder okay. Foto: Melina Malacarne
Neben tollen Erlebnissen in der wunderschönen Natur haben wir das Wochenende natürlich auch dazu genutzt, um jede Menge Fotos zu schießen und uns übers Bloggen oder den Instagram Algorithmus auszutauschen. Auch, wenn es dabei auf manche Fragen keine kokrete Antwort gab ist eines ganz sicher: Instagram verbindet und wir werden uns bald wiedersehen!

Ein Selfie in Ehren.. Foto: Cindy Haase

Happy Girls
Foto: Fahnie

Ein Besuch bei den White Pearl Mountain Days auf der Reiteralm.
Ausblick auf die nächste Woche:
Nach dem Winterwochenende werde ich mit meinem Freund für ein paar Tage nach Holland reisen. Und da Tulpen meine Lieblingsblumen sind, hoffe ich natürlich das schon ein paar davon blühen. 
Der Beitrag enthält Werbung für Let’s Bands, Gore Wear und Saalbach Tourismus
The post Trails der Woche 01 / 2018 first appeared on Trail Kitchen.]]>Bei meinem bisher letzten Lauf um den Eibsee in diesem Jahr hat mich der Bergwanderführer und Fotograf Hans Herbig begleitet und die tollen Bilder zu diesem Artikel gemacht.

Technische Daten der Schuhe
Obermaterial: Mesh mit Gore-Tex Membran und einem Sock-Shield Kragen (kleine Gamasche)
Zwischensohle: Mit eingespritzter MEMlex EVA mit stabilizer Einsatz
Sohle: Gripige FriXion AT Mischung kompatibel mit abnehmbaren AT Grip Spikes (Set aus 18 Spikes + Werkzeug zum Anbringen und Abnehmen)
Sprengung: 10 mm
Gewicht: 300g bei Damengröße 38
Preis: 169,00€ + 49€ für das Spikes Set
Erster Eindruck
Als ich den Schuh das erste Mal in meinen Händen gehalten habe fand ich ihn erstaunlich leicht, für so einen Brocken. Sorry, wenn ich das so sage, aber zierlich sieht er nicht gerade aus mit der hohen Sohle und dem Sock-Schield Kragen. Der soll das Eindringen von Schnee in die Schuhe während des Laufens verhindern. In dieser kleinen Gamasche befindet sich zudem noch eine Tasche, um die Schnürsenkel zu verstauen.
Es gibt den Tempesta für Damen in zwei und für Herren in drei verschiedenen Farbvarianten. Das ist jetzt nichts Schuh-spezifisches doch mir gefällt besonders gut, dass bei den Winter Running Outfits für Damen die Farbvariationen passend (jeweils türkis-grün oder lila) zu den Schuhen erhältlich sind.


Profil und Spikes
Laut Hersteller ist das Profil dieses Schuhes in erster Line für das off-road Laufen auf weichen Untergründen, wie Schnee oder Matsch gedacht. Die Gummimischung der Sohle ist speziell dafür konzipiert. Auf der Unterseite befinden sich im Profil Markierungen, wo genau die Spikes angebracht werden sollen. Das bedeutet, es ist vor dem Lauf auf Schnee und Eis erst einmal eine Bastelstunde einzulegen.
Ich selbst habe vorher noch nie diese Art Spikes an einer Schuhsohle befestigt und habe gehofft, dass ich die Sohle bei der Aktion nicht kaputt mache. Die Sorge war zum Glück unbegründet, denn das Anbringen der Spikes geht kinderleicht und ist von jedem durchschnittlich handwerklich begabten Menschen zu schaffen. Das dafür notwendige Werkzeug, eine Art Schraubenzieher, wird mit den Spikes mitgeliefert.
Wenn ich also den Tempesta im Frühjahr gerne weiter laufen möchte und keine Spikes mehr benötige, drehe ich diese einfach wieder mit dem Spezialwerkzeug aus dem Profil der Schuhe heraus und verstaue sie bis zum nächsten Winter.

Passform
Wow! Das sind Trailrunning Schuhe, die so bequem sind wie Hausschuhe! Anziehen und sofort wohlfühlen. Das Material, besonders an dieser kleinen Gamasche ist weich und fühlt sich richtig gut an. Mein Vorurteil eines klobigen Schuhbrockens hat sich beim Tragen überhaupt nicht bestätigt. Ich bin seit dem ersten Reinschlüpfen Fan. Der Fuß wird gut gehalten, die Zehenbox ist angenehm geschnitten und ich muss mit meinen relativ schmalen Füßen den Schuh auch nicht besonders eng schnüren. So soll es sein.
Testdauer bisher
7 Kilometer auf Asphalt
31 Kilometer auf Schnee und vereisten Forstwegen
23 Kilometer auf Trails und Schotterwegen (ohne Schnee)

Laufeigenschaften
Für diesen Schuhtest musste ich mal wieder runter vom Trail und auch auf Asphalt ein paar Kilometer sammeln. Schließlich wollte ich wissen, wie sich meine selbst eingedrehten Spikes auf sehr hartem Untergrund so machen. Das Klackern der jeweils neun Spikes unter jedem Schuh ist mir mit der Zeit gar nicht mehr so aufgefallen. Diesen Test hat die Sohle bestanden. Denn alle Metallspitzen waren nach dem Laufen noch genauso, wie ich sie angebracht habe. Da ist nichts raus gegangen und hat sich auch nicht verdreht. So soll es sein!
Aber jetzt ging es erst einmal auf verschneite Trails, um im knöchelhohen, frischen Schnee zu laufen. Das war ein riesiger Spaß und hier konnte die kleine Gamasche am Schuh richtig punkten!
Der Eibsee ist schon ein ziemlicher Touristenmagnet und so findet man sich in der Regel immer in den Spuren anderer wieder. Doch auch auf festgetretenem Schnee, der meist eine ziemlich rutschige Angelegenheit ist, lief es super! Der Tempesta ist weich und flexibel und ich hatte das Gefühl, stundenlang darin laufen zu können.
Auf dem Weg zurück zum Auto wollte ich über einen komplett vereisten Teil des Parkplatzes rennen. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Grip von den Spikes erwartet. Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich langsamer laufen musste, als ich wollte, da ich ein bisschen gerutscht bin. Wichtig bei Spike Schuhen ist, dass man besonders auf Eis nicht versucht vorsichtig zu laufen. Denn nur mit genügend Druck auf die Sohle können die Spikes auch richtig greifen. Das habe ich wirklich ein paar Mal probiert. Vielleicht reichen die neun Spikes pro Schuh dazu noch nicht aus?

Fazit
Der Tempesta ist ein unglaublich bequemer Schuh, mit dem das Laufen, besonders auf schneebedeckten Trails, richtig viel Spaß macht. Die Form war auf den ersten Blick für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Jedoch machen alle Details, besonders die Gamasche absolut Sinn. Durch das weiche Material sowie die Gore-Tex Membran hatte ich immer warme Füße. Lauffreude pur. Das Material ist weich und flexibel und das Profil mit den Spikes greift gut. Besonders auf Schotterwegen laufe ich den Schuh gerne und durch die kleine Gamasche hatte ich nie Probleme mit Steinchen oder Schnee im Schuh.
Ich bin sehr begeistert von der Möglichkeit, den Tempesta mit Spikes oder ohne laufen zu können. Das Umrüsten funktioniert hervorragend einfach und ich freue mich, dass ich den Schuh somit deutlich öfter laufen kann als einen reinen Spike-Schuh, der eigentlich nur im Winter auf vereisten Trails zum Einsatz kommt.
Die teilweise vereisten Trails um Grainau und den zusammengetretenen, verharschten Schnee hat der Schuh gut gemeistert. Auch bei kleinen Kletteraktionen auf nassen Steinen hat mich der Grip nicht im Stich gelassen. Allerdings der ultimative Test: Auf einer Eisfläche schnell anzulaufen, ist mir leider etwas missglückt. Ich habe das mit einem reinen Spike Schuh eines anderen Herstellers geschafft, der allerdings ein reiner Spike Schuh ist.
Daher meine Empfehlung: Holt euch ein weiteres Spike Set (ohne das Werkzeug, das braucht ihr nicht doppelt) und rüstet den Schuh nochmal auf. Ich habe auch in die äußeren Profile, nicht nur auf der vorgegebenen Stelle, die Spikes eingedreht. Das hat richtig gut funktioniert und gab auch beim Laufen keinen Profilabriss.
Ich hoffe das der Winter noch etwas andauert und ich nach dem Verheilen meines Knochenbruchs vom Skifahren mit dem Tempesta nochmal durch den Schnee laufen kann.

In sportlicher Kooperation mit LaSportiva – Schuhe und Kleidung PR Sample
The post Winter Spike Trail Laufschuh Test – La Sportiva Tempesta GTX first appeared on Trail Kitchen.]]>Der aktuelle Winter ist zumindest hier im Süden sehr schneereich, ideal für einen erneuten Test! Der Startschuss zum Testen erfolgte bei einem richtig coolen Event, über das ich in meinen Trails der Woche bereits berichtet habe. Obwohl der Sprint auf der Eisfläche in der Olympiahalle mich schon vom hervorragendes Grip der Schuhe überzeugt hatte, wollte ich natürlich wissen, wie sie sich die Schuhe im Gelände machen. Denn dort müssen sie mich nicht nur gut in der Spur halten, sondern das Laufen in ihnen sollte auch Spaß machen. Ob dem so ist, könnt ihr in meinem nachfolgenden Testbericht lesen.

Technische Daten der Schuhe:
Obermaterial: Polyester Bluesign Mesh mit Gore-Tex Membran
Zwischensohle: Rockshield Fersenplatte
Dämpfung: medium
Sohle: Gummi mit 14 BUGrip® Hartmetallspitzen-Spikes
Sprengung: 7mm
Gewicht: 245g bei Damengröße US 7,5
Preis: 199,95€
Erster Eindruck:
Für einen Laufschuh echt super schick! Mir hat der schwarze Schuh mit dem pinkfarbenen Käfer auf der Seite und der pinkfarbenen Sohle sofort unglaublich gut gefallen. Zudem ist er trotz des starken Profils und den vielen Metallspikes erstaunlich leicht.
Die geribbelten Schürsenkel versprechen während des Laufs nicht aufzugehen. Die Struktur scheint den Knoten wirklich gut zu halten. Als Winterlaufschuh für Eis und durch Schnee hätte ich mir persönlich noch eine feste Gamasche am Schuh gewünscht. Denn so tief, wie der Oribi2 an den Knöcheln ausgeschnitten ist, wird der Schnee schnell seinen Weg ins Schuhinnere finden. Jedoch kann man vom Hersteller Icebug passend für alle Laufschuhe Gamaschen dazu kaufen.
Profil und Spikes:
Die Anzahl der Spikes (14) hat mich überrascht, denn so viele hätte ich nicht erwartet. Denn die Schuhe anderer Hersteller warten mit deutlich weniger Spikes auf. Auch die Sohle mi ihren großen Abständen im Profil war für mich etwas ungewohnt. Ich war daher um so mehr gespannt, wie sich das wohl beim Laufen anfühlen wird. Die Gummimischung der Sohle ist eine eigene Entwicklung der Firma Icebug.

Passform:
Der Schuh passt meiner Meinung nach am besten bei normalen bis schlanken Füßen. Die Zehenbox ist für meine Füße sehr gut passend und nicht zu breit geschnitten. Der Fuß sitzt angenehm im Schuh und wird gut durch die hochgezogene Fersenkappe gehalten. Um den Oribi2 so leicht machen zu können ist natürlich das Polstermaterial auf ein Minimum reduziert worden, was den Komfort-Faktor beim Tragen ein wenig einschränkt. Die Gore-Tex Membran macht das Außenmaterial etwas steif und im Vergleich zu anderen Schuhen die ich besitze ist er nicht ganz so bequem.
Testdauer bisher:
10 Kilometer auf Asphalt
37 Kilometer auf Schnee und vereisten Forstwegen
17 Kilometer auf Trails und Schotterwegen (ohne Schnee)

Laufeigenschaften:
Die Anzahl der Spikes lassen es bereits vermuten – unbemerkt bleibt man als Läufer in diesen Schuhen nicht. Ich höre mich an wie ein kleines Pony, das auf der Straße trabt. Aber mal abgesehen von dem Geräusch sind die Spikes beim Laufen auf Asphalt nicht zu merken. Da drückt sich nichts unangenehm durch die Sohle durch, was mich positiv überrascht hat.
Den ultimativen Test habe ich ja bereits beim Event mit der Laufbar München gemacht und der Schuh hat beim Sprint auf purem Eis wirklich Weltbesten Grip bewiesen. Doch auch bei meinen Ausflügen auf winterliche Trails hat mich der Grip bisher nie im Stich gelassen. Ich muss mir tatsächlich keine Sorgen machen ausrutschen, sondern kann die Strecke genießen. Auf den verschneiten und vereisten Trails rund um Grainau bin ich meinem Wettkampfpartner Mario beim Downhill ziemlich davongelaufen. Denn ich habe bergab gut Gas geben können, während er ohne Spikes eher vorsichtig die steileren Stellen hinunter geeiert ist.
Kennt ihr das vorsichtige Trippeln auf nassen Holzbrücken? Kein Problem, mit den Spikes seid ihr safe! Auch auf Trails und Schotterwegen greift das Profil. Speziell wenn viel Schnee liegt setzt sich das Profil mit seinen großen Abständen nicht so schnell zu und die Spikes können ihren Job machen. Jedoch kommt für mich persönlich in diesen Leichtgewichten nicht die ganz große Lauffreude auf. Denn bin ich bereits bequemere Schuhe gelaufen. Damit meine ich allerdings nicht die Dämpfung, denn die finde ich absolut ausreichend. Aber etwas gepolsterter, etwas weicher könnten sie sein.


Fazit:
Der Oribi2 ist der Schuh, der euch auf Forstwegen mit festgetretenem Schnee, vereisten Downhills und rutschig-nassen Holzbrücken niemals im Stich lassen wird. Die 14 Spikes greifen immer und der Schuh klebt am Untergrund. Wenn ihr im Winter auf Schnee und vereistem Gelände in den Bergen unterwegs seid, kann ich euch den Icebug Oribi2 GTX absolut empfehlen.
Einen kleinen Abzug gibt es beim Komfort, der jedoch sicher subjektiv ist.
Auch wichtig: Die Spikes blieben gut in ihre Verankerung in der Gummisohle drin stecken, sie werden durch das Laufen auf Asphalt nicht in die Sohle hineingedrückt und die Spitzen zeigen weiterhin alle nach unten. Allerdings muss ich gestehen, dass der Oribi2 nicht meine erste Wahl auf Asphalt ist, denn er ist fürs Laufen im Gelände gemacht.
Zusammenfasend gebe ich also eine ganz klare Kaufempfehlung, wenn ihr einen Schuh sucht, mit dem ihr verschneite und vereiste Trails meistern könnt. Der für einen Laufschuh ziemlich hohe Preis ist natürlich schon eine Hausnummer, für mich aber aufgrund des hervorragenden Grips gerechtfertigt.


Fast alle meine Lieblingslaufsachen für den Winter habe ich auf diesem Bild an.