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Am 30.06.2018 hat der Stubai Ultratrail zum zweiten Mal stattgefunden. Die Teilnehmerzahl hat sich dabei im Vergleich zur Premiere in 2017 sogar fast verdoppelt. Das deutet für mich ganz klar darauf hin, dass die Trails im Stubaital einfach wunderschön sind. Und ich vermute auch, dass genau wie uns viele andere Läufer einfach die Neugier auf diesen Trailrun gepackt hat.
Mit dem Gletschertrail ist dieses Jahr eine dritte Distanz dazu gekommen, die den Wettkampf auch für reine Bergläufer richtig interessant macht. Auf diesem Skyrace sind auf nur 8 Kilometern kernige 1394 Höhenmeter zu überwinden. Weiterhin werden mit den beiden bereits bekannten Distanzen, dem Basictrail mit 28,7 Kilometern und 2528 Höhenmetern, sowie dem Ultratrail mit 63 Kilometern und 5075 Höhenmetern nun alle Vorlieben im Bereich Berg- und Trail-Lauf vom Veranstalter abgedeckt.
Wie sollte es auch anders sein – wenn es einen Ultra zu laufen gab, war Mario selbstverständlich dabei! Genauer gesagt war er derjenige, der nie daran gezweifelt hat, nach dem Zugspitz Ultratrail auch noch die lange Distanz von Innsbruck auf den Stubaier Gletscher zu laufen.

Strecke des Stubai Ultratrails
Mario und ich haben ein kleines Rechenbeispiel angestellt und uns dafür entschieden, keine Unterkunft zu buchen. Statt dessen sind wir am Freitag Nachmittag nach Neustift gefahren und haben direkt am Veranstaltungsort bei der Expo und dem Registrierung-Office geparkt. Nach der Eröffnungsfeier mit Pasta Party haben wir noch ein wenig am Auto gechillt. Die Zeit bis 23 Uhr verging recht schnell. Denn dann fuhr bereits der Shuttle Bus nach Innsbruck zum Start, den man beim Veranstalter buchen konnte.
Start des Ultras war am Samstag um 1:00 Uhr. Das ist sicher nicht nur für meinen Biorhythmus eine ziemlich unchristliche Zeit. Für ein Finish bei Tageslicht ist diese Startzeit jedoch notwendig. In Innsbruck vor dem Landestheater haben sich um Mitternacht die Läufer des Ultras gesammelt.

Im Startbereich vor dem Landestheater in Innsbruck
Im Startbereich haben wir auch einen von zwei möglichen Dropbags abgegeben. Wir haben uns dafür entschieden, einen Beutel mit ein paar frischen Klamotten, Riegeln und Fruchtquetschies zur Verpflegung Nr 8, Talstation Mutterberg, bringen zu lassen. Den zweiten Dropbag fürs Ziel haben wir nicht gepackt. Denn die Wettervorhersage war sehr gut und so sind wir nicht davon ausgegangen, auf dem Gletscher nochmal einen Beutel mit warmen Sachen zu benötigen.

Foto: Veranstalter Stubai Ultratrail
Schneller als gedacht war es 1:00 Uhr und der Startschuss ist gefallen. Es war schon etwas komisch, nachts durch Fußgängerzone und Feiermeile von Innsbruck zu laufen. Szenenapplaus von Partygängern oder einfach nur verdutzte Blicke haben wir dabei ernten können.
Nachdem wir die Stadt hinter uns gelassen hatten, ging es eine ganze Weile auf schmalen Trails durch die Nacht. Staub und Insekten tanzten im Licht unserer Stirnlampen. Relativ schnell hatten wir die ersten beiden Verpflegungspunkte passiert, denn bis dahin war die Strecke sehr gut laufbar und es galt auch noch keine nennenswerte Steigung zu meistern.
Ich weiß nicht genau, ob es an der Tageszeit gelegen hat, aber ich bin bereits mit einem grummelnden Magen gestartet. Auf dem Weg zur dritten Verpflegungsstation ging es nun deutlich bergauf. Auch dort habe ich nur meinen Trinkrucksack aufgefüllt und lediglich etwas Suppe genippt. Essen konnte ich nichts. Mario ging es da ähnlich und so haben wir uns gegenseitig ein wenig mitleidig angelächelt. In der ersten Morgendämmerung ging es steil bergauf.

Morgenrot in den Stubaier Alpen

Schroffe Felsen, die an die Dolomiten erinnern, waren ins schönste Morgenrot getaucht, kurz bevor die Sonne aufging. Es war nicht mehr weit bis zur Starkenburger Hütte und am Horizont haben wir bereits den Gletscher erblickt. Landschaftlich fand ich diesen Teil der Strecke am beeindruckendsten. Und ich bin ehrlich gesagt ein wenig froh darüber, dort nicht bereits im Dunkeln entlang gelaufen zu sein, sondern die felsige Strecke und das atemberaubende Panorama so erlebt zu haben. Aber ein wenig Sorgen habe ich mir schon gemacht, ob ich es mit dem Grummelmagen, der jegliches Essen verweigerte, wirklich bis zur Jochdohle schaffen werde?

Foto: Philipp Reiter

Das warme Licht an diesem Morgen war erst einmal Motivation genug! Wir haben ausgiebig Pause gemacht und viele Fotos geschossen, bevor es an den einzigen großen Downhill des gesamten Rennens ging. In vielen Serpentinen ging es bergab durch den Wald, der uns in Neustift entließ und nach einer Runde durch den Ort hatten wir die Verpflegung Nummer 5 und damit die Hälfte der Checkpunkte bereits erreicht. Warm, also richtig warm wurde es mittlerweile an diesem Samstagvormittag.
Vor der zweiten Hälfte des Rennens hatte ich gehörigen Respekt, da auch die Laufstrecken zum WildeWasserWeg und weiter bis zum Mutterberg stetig bergauf gingen. Mittlerweile hatte ich mich damit abgefunden, dass ich wohl bis ins Ziel nichts essen werde und nur Getränke zu mir nehmen werden können. Doch an Checkpoint 7 gab es Wassermelone an einer Verpflegungsstation. Herrlich! Mein Magen hat mir diesen Schmaus glücklicherweise nicht übel genommen.

Am wilden Wasser

Den Gletscher sieht man bereits am Horizont
Richtig anstrengend war es, in der sommerlichen Hitze voran zu kommen. Doch auch auf diesem Streckenabschnitt gab es immer wieder wunderschöne Ecken zum Schauen. Was aber noch viel wichtiger für uns war: Wir sind dem Gletscher, den wir seit Neustift fest im Blick hatten, fast auf direktem Weg entgegen gelaufen.
An der Talstation Mutterberg mussten alle Läufer einen Medical Check durchlaufen. Nur „ein bisschen Magen“, mehr fehlte Mario und mir nicht. Niemand hatte etwas zu beanstanden, als wir das Medi-Zelt durchlaufen sind. Also haben wir an er Verpflegungsstelle, die sich direkt im Liftgebäude befand, nochmal Wassermelone getankt und uns auf die finalen 1400 Höhenmeter begeben. Von Trailrunning kann man bei uns ab diesem Punkt nicht mehr sprechen. Ich hatte das Gefühl dort am Berg hoch schleichend gegrillt zu werden. Aber es nutzt ja alles nichts, wir wollten da rauf!

Foto: Veranstalter Stubai Ultratrail

Foto: Veranstalter Stubai Ultratrail
Auch hier muss ich sagen, dass die Landschaft grandios und die Strecke wirklich schön war. Aber das Loch im Magen, das sich nicht füllen lassen wollte, hat es mir an diesem Tag besonders schwer gemacht. Deshalb war es unser Wille zu finishen, der uns an diesem Tag einen Fuß vor den anderen hat setzen lassen. Ganz ehrlich? An V9, der Dresdner Hütte wäre ich am liebsten sitzen geblieben. Ich bin mir auch gar nicht mehr sicher, wer von uns beiden nun die längere Pause gebraucht hat. Mario war längere Zeit in der Hütte verschwunden und ich habe mit den netten Leuten an der Verpflegung gequatscht. Aber irgendwann musste es weiter gehen.
Als wir dann endlich die letzte Verpflegungsstelle und den finalen Aufstieg über den Gletscher gesehen haben, war bei mir plötzlich wieder eine kleine Kraftreserve da. Und mit ihr kam auch ein Stück Ungeduld hoch, denn Mario brauchte hier eine längere Pause als ich um noch einmal Kraft für die letzten 1,5 Kilometer auf dem ewigen Eis zu sammeln.

Foto: Veranstalter Stubai Ultratrail

Foto: Veranstalter Stubai Ultratrail

„So bin ich noch nie ins Ziel geschlichen.“, hat Mario auf den letzten Metern gesagt. Recht hatte er! Denn es war ein äußerst verhaltener Zieleinlauf von uns beiden, obwohl die Erleichterung unglaublich groß war, dass wir wieder gemeinsam einen Ultratrail geschafft hatten. Denn dieser Lauf führte durch so viele Highlights der Stubaier Alpen und des Stubai Tals, so dass wir natürlich jedem die Ultradistanz empfehlen würden. Der Zieleinlauf auf dem Gletscher setzt allem buchstäblich die Krone auf. Und wie es sich am Berg gehört gab es Kaiserschmarren als Zielverpflegung.

Glücklich im Ziel auf dem Stubaier Gletscher angekommen!
Nach der Gondelfahrt haben unsere Dropbags an der Talstation bereits auf uns gewartet und es ging mit dem Linienbus, der uns kostenfrei mitgenommen hat, wieder zurück zum Auto nach Neustift. Dort waren beinahe alle Strapazen vergessen. Wir waren einfach nur happy dabei gewesen zu sein!
Herzlichen Dank an das wunderbare Team von Plan B, die jede Trailrunning Veranstaltung mit so viel persönlichem Einsatz und Herzblut auf die Beine stellen. Danke an die vielen Helfer der Bergwacht und der Bergbahn in Stubai.
Es ist schon etwas hart, bereits zur Mitte des Jahres die Ultratrail Highlights hinter sich zu haben. Deshalb haben Mario und ich uns einmal mehr dazu entschlossen, den Stubai Ultratrail von Anfang bis Ende wieder gemeinsam zu bestreiten. Es gab Streckenabschnitte, auf denen Mario etwas besser drauf war und dann gab es auch wieder Teile der Strecke, bei denen ich schneller voran gekonnt hätte.
In den Phasen, in denen es mir mit meinem Magen nicht so gut ging, war ich froh, dass Mario dabei war. Und ihm ist es sicher ähnlich gegangen. Für uns sind die langen Distanzen immer einfacher zu bewältigen, wenn wir sie gemeinsam laufen. Schließlich rennen wir hier nicht um irgendeine Platzierung mit, sondern einfach weil Ultratrails in den Bergen für uns die ultimative Freiheit in der heutigen Zeit bedeuten. Und weil wir gemeinsam bisher immer ins Ziel gekommen sind.
Leider werden wir in 2018 nicht beim Transalpine Run starten können. Deshalb freut es uns umso mehr, dass wir die wunderbare Gelegenheit bekommen haben, einen 2er Teamstartplatz für den TransalpineRun2 vergeben zu können. Wir suchen bevorzugt ein Mixed Team oder ein Master Mixed Team, das sich zutraut die ersten beiden Etappen des Transalpine im Format Run2 zu bestreiten.
Bewerbt euch hier unter diesem Blogbeitrag für den Teamstartplatz. Die Bewerbungsfrist läuft vom 11.07.2018 18:00 Uhr bis 20.07.2018 23:59 Uhr. Wichtig ist, dass ihr noch nicht für den TransalpineRun2 angemeldet, beide über 18 Jahre seid und fit, im hochalpinen Bereich die ersten beiden Etappen des TAR zu laufen. Eure personenbezogenen Daten werden ausschließlich für diese Bewerbung verwendet und nach dem Abschluss für die Anmeldung zum Lauf an den Veranstalter Plan B weitergeben.
Viel Erfolg!
In den letzten Jahren habe ich mich entweder verletzungsbedingt nicht fit genug gefühlt, um die 100+ Kilometer gut über die Bühne zu bringen. Oder es stand wie in 2017 mit dem Lavaredo Ultratrail ein anderer Lauf an, weshalb ich mich beim ZUT wieder für eine der kürzeren Distanzen entschieden habe.
Doch wenn ich kurz nach 7 Uhr morgens, an der Strecke stehend, den Läufern des Ultras applaudiert habe, dann war ich jedes Mal ein wenig von Ehrfurcht erfüllt. Denn das sind die Helden dieses Juniwochenendes im Zugspitzdorf Grainau.

Glücksbringer: Die 100 Kilometer Socken von Wrightsock

Ein Teil meiner Ausrüstung für den ZUT 2018
Bleibt das Finish des Ultras ein Traum?
Wenn ich etwas sarkastisch sein darf: Glücklicherweise habe ich mich in diesem Jahr schon sehr früh verletzt. Der Knochenbruch vom Skiunfall im Februar ist gut verheilt und der erste Ultra Trail in 2018 liegt auch bereits hinter mir.


Aber selbstverständlich habe ich so viel Respekt vor der Strecke, dass ich doch ernsthafte Zweifel hatte, ob ich auch in diesem Jahr die Läufer vom Straßenrand beobachten werde, oder mitlaufe und mich als Teilnehmerin auch einmal als kleine Heldin fühlen darf. Naja, zumindest auf den ersten Kilometern, danach wird es richtig hart.
Mal schauen, was ich euch in der nächsten Woche zu berichten habe.
You’ll never run alone
Für meinen guten Freund und mittlerweile langjährigen Ultra Trail Laufpartner Mario ist das Finish des ZUT schon fast ein alter Hut. Ich freue mich darauf, mit ihm gemeinsam am Samstag zu laufen.

Mario im Ziel nach dem Ultra Trail 2016. War etwas matschig auf dem Jägersteig.
Im Vorfeld hatten wir auch ein paar Diskussionen darüber, wie sich jeder von uns das Herangehen an den Lauf so vorstellt. Denn ich hatte mir anfangs schon eine bestimmte Zielzeit vorgenommen. Und wer mich etwas besser kennt, weiß auch um die „Wettkampfsau“
zu der ich mutieren kann. Doch ganz realistisch betrachtet fehlen mir durch meine Verletzung in diesem Jahr einige lange Bergläufe in der Vorbereitung.
Mario hat mir vor ein paar Tagen ein Youtube Video von Michael Arend geschickt. Dort besprechen er und Stefan Helbig die langen Strecken des ZUT. Die Teile zwei und drei folgen am Dienstag, 12.06 und Mittwoch, 13.6. Bereits beim Anschauen des ersten Teils war mir klar: Es wird ein langer Tag, ich werde den Lauf genießen und hoffentlich gemeinsam mit Mario ankommen.
Im Video geben die beiden einige Tipps, beispielsweise das Rennen gechillt angehen zu lassen, ruhig zu bleiben oder besonders schöne Stellen einfach zu genießen. Irgendwie konnte ich diese Tipps sehr gut annehmen. Kennt ihr das auch, dass ihr Ratschläge von Aussen manchmal besser annehmen könnt, obwohl sie exakt die selben sind, die euch ein Freund gegeben hat?

Hoffentlich können wir im Ziel genauso strahlen, wie bei bisherigen gemeinsam gefinishten Läufen.
Bei mir ist also der Kopf wieder klar und das Herz voller Vorfreude. Zum einen auf den Lauf und zum anderen auf die vielen Freunde und Bekannte, die wir jedes Jahr in Grainau treffen.

Eine große Runde um das Zugspitz Massiv. Das ist der Zugspitz Ultratrail.
In sportlicher Kooperation mit Plan B Events (Startplatz Ultra Trail), wrightsock (PR Sample), The North Face (PR Sample), Salomon (PR Sample) und Neprosport (PR Sample)
The post Zugspitz Ultra Trail – Diesmal die lange Strecke?! first appeared on Trail Kitchen.]]>Durch den schneereichen Winter lagen auf der geplanten Wettkampfstrecke noch einige Altschneefelder. Die waren auch der Grund, warum Lena vom Trampelpfadlauf eine Woche vor dem Wettkampf die ersten 20 Kilometer der Strecke nicht gemeinsam mit mir ablaufen wollte. Statt dessen haben wir eine vergleichbare Runde gedreht, die seit meinem Unfall die einzige in vergleichbarer Länge war. Also gut vorbereitet sieht anders aus. Die Teilnahme hatte ich mir aber nun mal in den Kopf gesetzt und dieser kann manchmal eben auch Berge versetzen. Also bin ich am Samstag Morgen um 07:00 Uhr nach Marquartstein gefahren.

Über den Wolken ist das Chiemgau nochmal schöner.
Der Start der langen Distanz war um 10:00 Uhr. Das ist eine ziemlich gechillte Zeit, um die Nacht vorher im eigenen Bettchen zu schlafen und nach einer guten Stunde Autofahrt vor Ort zu sein.
Die Ultras waren die ersten, die an diesem Tag gestartet sind und somit war für mich auch noch eine Lücke am Parkplatz neben Start und Ziel frei. Die Beschilderung zur Abholung der Startunterlagen war zwar richtig schön und künstlerisch gemacht: Leider waren diese Holzschilder jedoch so unauffällig, dass ich erstmal einem Trupp anderer Läufer hinterher gedackelt bin. Die Turnhalle befand sich aber genau entgegen unserer Laufrichtung. Unsere Unterlagen und die Starterbeutel gab es aus den Händen sehr freundlicher Helfer.
Nachdem ich mich am Auto umgezogen, den Rucksack mit der Pflichtausrüstung gefüllt und mein Startnummernband umgehängt hatte ging es erstmal zum großen „Klassentreffen“ im Start und Zielbereich. Natürlich hatte ich schon anhand der Starterliste gesehen, dass ich viele bekannte Gesichter sehen werde. Es war einfach herrlich, den Tag mit ein paar netten Gesprächen zu beginnen.

Vor dem Start der Ultra Distanz in Marquartstein.
Pünktlich eine halbe Stunde vor dem Startschuss haben wir unser Race Briefing bekommen. Dabei wurden nochmal letzte Informationen zur Strecke bekannt gegeben. Diese wurde am Vortag aufgrund der Schneeverhältnisse geändert. Wir sollten zwei Kilometer mehr für unser Geld bekommen. 
Mit einer Kuhglocke als Startsignal wurden wir ins Rennen geschickt, die schnellen Jungs voran. Ich habe mich eher im Mittelfeld einsortiert und wollte einfach nur heile über die Distanz kommen. Ein kurzes Stück wurden wir durch den Ort geleitet, dann ging es auch schon in den Wald. Die ersten Anstiege auf moderat steilen Forstwegen bin ich bereits schnell gewandert und so viel Strecke haben die Läufer im Vergleich auch nicht gut gemacht. Die Zeitlimits waren gut zu schaffen, auch wenn ich den Großteil der Strecke wandern sollte.
Eine halbe Stunde nach Rennbeginn waren wir im Wald in dichter Nebelsuppe unterwegs. Dämpfig und schwül war es dort. An ein Panorama war noch nicht zu denken. Immer weiter nach oben ging es in die Wolken hinein. Dank meiner Stöcke bin ich mit diesem „Allrad-Antrieb“ richtig gut voran gekommen. Erste Schneefelder waren zu durchqueren und hier wurde es wirklich steil. Ich war inmitten einer kleinen Gruppe, in der wir abwechselnd das Tempo machten.

Hochgern erreicht und endlich ein wenig Aussicht genießen.

Beim Fotografieren erwischt. Foto: Stefan Goetschl

Runter vom Hochgern nach Marquartstein. Foto: Stefan Goetschl
Endlich, kurz vor dem Gipfel des Hochgern haben sich die Wolken gelichtet und einige Läufer zückten erstmal ihr Handy, um das Panorama auf das wunderschöne Chiemgau zu fotografieren. In einer Schleife ging es noch hinauf zum Gipfelkreuz, bevor dann der erste lange Downhill anstand, der uns zurück in den Start- und Zielbereich nach Marquartstein führte. Aber alles der Reihe nach: Denn ein Teil des Downhills war ziemlich verblockt und ich bin dort eher auf allen Vieren gekrabbelt, statt von einem nassen Stein zum anderen zu springen. Das war die richtige Entscheidung, denn nach dem Lauf habe ich von einigen erfahren, die sich dort lang gemacht haben.
Am Hochgernhaus war für uns der erste Verpflegungspunkt. Ich habe nur ein paar Orangenschnitze und Wassermelone gefuttert und dann ging es auch schon weiter. Als wir eigentlich schon „unten“ angekommen waren, wurden wir nochmal eine kleine Extrarunde über eine Wiese und entlang der Tiroler Ache geschickt, bevor die Läufer der langen Distanz zum ersten Mal die Ziellinie überqueren durften. Anschließend ging es wieder hinauf. Diesmal auf der anderen Seite, zur Hochplatte. Zuerst ging es über schmale Pfade im Wald, danach über eine Fortstraße und dann wieder auf sehr schmalen, diesmal jedoch nicht so steilen Single Trails bergauf.
Mit dem Wetter, der schwülen Luft und der Hitze hatte ich an diesem Tag ziemlich zu kämpfen und ich musste eingestehen, dass ich für diese Distanz eigentlich eine längere Vorbereitungszeit gebraucht hätte. Aber hilft ja alles nichts – jetzt war ich schon am zweiten Anstieg fast oben und musste einfach nur wieder zurück nach Marquartstein.
Auf den kleinen Waldpfaden zur Hochplatte waren an dem Tag auch viele Mountainbiker unterwegs. Der Filmemacher Vale Rapp, der seit zwei Jahren unsere Never Stop München Jahresvideos dreht, war einer von ihnen und nach einem kurzen Plausch mit viel „Mimimi“ von meiner Seite bin ich weiter gelaufen. Menno, ja! An diesem Tag war es echt anstrengend.
Die Hochplatte war in dichtem Nebel. Aber meinen Panoramablick hatte ich für heute schon und ehrlich gesagt wollte ich nur noch ins Ziel. Den Downhill, der sich lange auf Forststraßen hingezogen hat fand ich nur mäßig schön. Ein paar flowige Trails wären mir da lieber gewesen. Was mir aber dann doch ziemlich aufs Gemüt geschlagen ist, waren die beiden Extrarunden kurz vor Marquartstein. Besonders das Stück entlang der Bundesstraße war wirklich nicht so fein. Ich habe dann auch noch einen Bauern gefragt, ob bereits Läufer vorbei gekommen sind, oder ob ich hier falsch bin, da ich schon so lange kein Schild mehr gesehen hatte.
Dann habe ich die Strecke wieder erkannt: Es war die selbe Extrarunde wie beim ersten Mal. Das Ziel war nicht mehr weit. Auf den letzten Metern entlang der Ache habe ich bereits gehört, dass ich wohl zu einem Song von Wham über die Ziellinie laufen werde. Das hat mich nochmal motiviert, die letzten Stufen an der Brücke hinauf zu springen und dann standen auch schon die Mädels mit den Finisher Medaillen da.

Ziemlich erledigt, aber glücklich im Ziel mit der wunderschönen Finisher Medaille aus Holz.
Ich war ehrlich gesagt ziemlich froh, im Ziel zu sein. Aber es ist herrlich, wie schnell man die Anstrengung vergessen kann. Die Strecke hatte besonders auf den ersten 20 Kilometern viele Highlights. Und das die Trails im Chiemgau wirklich wunderschön sind, wissen nun noch mehr Läufer.
Alle Helferinnen und Helfer, sowie die Bergwacht waren so freundlich und herzlich. Ganz besonders die Mädels an den Verpflegungsstationen haben sich so toll um uns Läufer gekümmert und auch sofort ein Auffüllen der Trinkflaschen angeboten. Das war richtig toll! Der erste Chiemgauer Trail Run war wirklich eine gelungene Premiere.
Fürs nächste Jahr würde ich mir etwas weniger Forststraßen im Downhill, eine bessere Markierung auf der zweiten Hälfte der Strecke, sowie Salz und Cola an allen Verpflegungsstationen und ein kostenfreies Zielbier wünschen.
Die GPS Tracks aller Distanzen könnt ihr euch bei Outdooractive herunterladen und nachlaufen.
The post 1. Chiemgau Trail Run – eine gelungene Premiere first appeared on Trail Kitchen.]]>Wir hatten uns vorgenommen, genau wie letztes Jahr, täglich einen Rennbericht mit ein paar Bildern von der Strecke hochzuladen. Der Wille war da, allerdings haben wir – Marlen ganz besonders – die Zeit nach der Etappe bis zum nächsten Start zur Regeneration gebraucht und haben diese Art der Berichterstattung nach 3 Etappen eingestellt.
Daher ist es nun Zeit für ein Fazit unseres zweiten gemeinsamen Transalpine Runs.
Darf man dabei das Resümee vorweg nehmen? Klar, ich mach es einfach. Und das ohne dabei auf die leidige „zu viel Asphalt/ zu wenig Trail – Debatte“ einzugehen.
Als Vergleich spukt uns der TAR 2016 (Garmisch-Partenkirchen – Brixen) im Kopf herum. So dass in den Gesprächen in unserm kleinen Team die Sätze oft mit: „Also, letztes Jahr…“ begonnen haben.
Ja, wie war der TAR dieses Mal? – Es war ein harter Wettbewerb, der uns beiden viel, eigentlich alles, abverlangt hat!
Strecke und Landschaften waren wunderbar und unglaublich schön. Die gesamte Veranstaltung perfekt von PlanB organisiert, es herrschte eine einzigartige Atmosphäre. Der TAR ist schlichtweg ein tolles Event, sehr emotional mit viel Herz, Gefühl und auch Tränen.
Mit neuer (anfangs gerappter) Eingangsmusik „Eye of the Tiger“ bei den abendlichen Briefings. Ungewohnt, doch irgendwie passend – ein echter Plautzer.
Das Team an der Strecke, das die Läufer unermüdlich anfeuert, ist der Hammer! Und die Verpflegungsstände alleine wären ein Grund, den TAR jedes Jahr wieder zu laufen.

Jetzt aber der Reihe nach: Die Rahmenbedingungen waren für Marlen und mich diesmal alles andere als optimal.
Von „gut vorbereitet“ oder „trainiert“ zu reden, wäre der glatte Hohn. Marlen hatte knapp vier Wochen vor dem TAR, unserem Jahreshöhepunkt, sehr überraschend eine OP. Ihre Teilnahme war bis kurz vor dem Start noch unsicher.
Mir ging es nicht wirklich besser, denn ich hatte vor dem TAR einen Bandscheibenvorfall. Es war nicht mein erster. Vom Timing her allerdings richtig blöd, denn am Freitag vor dem Start in Fischen konnte ich mich kaum bewegen. Als ich dann am Samstag in München aus dem Auto stieg, um Marlen abzuholen, musste ich grinsen. Wie wir zwei uns trotz allem aufmachten, den Alpenhauptkamm zum wiederholten Mal zu überqueren!
Die Worte meines Physiotherapeuten von vor fünf Jahren fielen mir ein. Der sagte damals zur Indikation Bandscheibe: „Willkommen im Club! Einmal drin, immer drin.“ – wie wahr.
Was hieß das nun? Sarkastisch gesprochen: Super Voraussetzungen, um auf einer technisch teilweise sehr anspruchsvollen Strecke zu zweit jeden Tag einen Marathon oder mehr, jeweils mit vielen Höhenmetern, an sieben aufeinander folgenden Tagen in möglichst kurzer Zeit zu laufen. Es gibt Leute, die nennen das Extremsport. Im Willen das zu tun und anzukommen, waren wir allerdings beide mental top vorbereitet, denn wir wollten das unbedingt schaffen.

Die Freude aufs Laufen überwog, als wir am Sonntag, den 02.09., tatsächlich gemeinsam in Fischen im Regen zu „High way to hell“ im Startblock standen. Marlen lächelte bei meiner Frage danach zwar sehr gequält, aber letztendlich konnten wir beide nicht glauben, jetzt doch hier zu sein und starten zu können.
Das die Route hart, genauer gesagt härter als die Ostroute Ruhpolding-Sexten oder die letztjährige Strecke Garmisch-Partenkirchen – Brixen werden würde, war uns angesichts des Streckenprofils und der Höhenmeter klar. Somit wussten wir, worauf wir uns einlassen werden. Wir laufen ja nicht gegen den Berg als Gegner, denn das haut einem dann mental den Stecker raus und dann hat man verloren. Somit haben wir versucht zu genießen, was ging. Denn die Strecke selbst war meist hochalpin, jede Etappe auf ihre Art ein Traum. Klar, manchmal hätte es mehr Trail sein können! Für das zeitweise Laufen auf Asphalt haben uns dann aber immer wieder Ausblicke wie aus dem 3D-Kino entschädigt. Das ist es, was zählt!
Und natürlich liegt der Reiz, sowie die Herausforderung dieser Veranstaltung auch darin, diese sieben intensiven Tage gemeinsam im Team und als Team zu meistern. Idealerweise als die gestartete Zweierseilschaft dann auch gemeinsam im Ziel anzukommen …
Die Teampartner sind nie ganz gleichstark, die Tage nie gleich gut oder schlecht. Denn die Strecke, das Wetter, die Tagesform, der Magen, die Ernährung – alle diese Komponenten kommen zusammen als bunter Mix und machen das Ganze mit den sonstigen Rahmenbedingungen zu dem, was es ist: Ein geiles Mehrtages-Etappenrennen von zwei Läufern über die Alpen von Deutschland nach Italien. Genau das ist es! Im englischen „lifetime experience“ genannt. Ich glaube ihr wisst genau, was ich damit ausdrücken möchte. Es ist kaum in Worte zu fassen, was in uns vorgeht, wenn wir an den TAR denken. Wir sind süchtig, im positivsten Sinn.
Wenn du jeden Abend im Rahmen der Pasta Party mit strahlenden Augen die Bilder und das Video des Tages, hinterlegt mit der entsprechenden Motivationsmusik siehst, dann ist dir vollkommen klar, das du am nächsten Tag wieder loslaufen wirst.
Dieses „Raum Zeit Kontinuum“, in dem wir nur mit uns beschäftigt, außerhalb von Zeit, Ort und Weltgeschehen unterwegs sind, stellte sich auch diesmal sehr früh ein. Völlig selbstvergessen jeden Tag laufen, während die anderen im Büro sitzen, was gibt es schöneres?
Es lief in diesem Jahr nicht so, wie wir uns das in den Monaten zuvor ausgemalt hatten. Aber wir haben das Beste daraus gemacht und mit dem beruhigend-vorhersehbaren Tagesablauf, auf den wir uns eingelassen hatten, sowie die ständige Kommunikation zwischen Marlen und mir haben wir es immer als Privileg gesehen, täglich laufen zu dürfen und dieses Erlebnis mit den anderen Gleichgesinnten Verrückten teilen zu können.

Nach der fünften Etappe ist Marlen an einem Punkt gewesen, an dem wir beide beinahe zu dem Schluss gekommen wären, dass sie aussteigen muss. Wir sind an dem Abend nicht zur Pasta Party gegangen, waren statt dessen Pizza essen, haben geredet und die endgültige Entscheidung auf den nächsten Morgen vertagt. Das hat ordentlich Druck raus genommen und dann standen wir auch am sechsten Tag wieder nebeneinander am Start.

Mit Iris und Lena vom Team Trampelpfadlauf/Craft vor dem Start der letzten Etappe.

Sabine und Detlef von Team Bergmücke aus Berlin.
Den Geist des Transalpine Runs definiert ja jeder individuell für sich. – Es kann die ganz persönliche Herausforderung sein, oder der Abenteuergeist, für sich ganz neue Erfahrungen zu machen. Aber die meisten schätzen das am Transalpine Run am meisten, was auch Marlen und mich an diesem Rennen so fasziniert – das große Miteinander unter den Läufern. Das, was wir scherzhaft Klassenfahrt nennen.
Dazu kommt – und das täglich, stündlich, manchmal minütlich: Die Begeisterung und Unterstützung unserer Teilnahme durch unsere Familien, Partner und Freunde.
Wir hatten bereits geschrieben, dass wir wieder eine WhatsApp Gruppe gebildet hatten, um nicht ständig am Telefon zu hängen. Das war unheimlich praktisch, denn mit ein, zwei Nachrichten mit Foto pro Tag wussten alle wie es uns geht. Und wir konnten in unserer TAR-Blase leben. Die Gruppe hatte weit über 30 Teilnehmer und die Kommunikation darin bekam eine Eigendynamik. Anfeuernde, motivierende Mitteilungen in der Früh, während der Etappen und dann im Ziel waren schlichtweg wohltuend.
Dazu müsst Ihr wissen, das ich mein Telefon stumm geschaltet hatte, aber alle Mitteilungen auf meiner Suunto-Laufuhr landeten – geniale Technik!
Wir sind im Wissen gelaufen, die anderen sind immer bei uns und fiebern mit. Das schafft auch eine unheimliche Verbindlichkeit. Also auch wenn es mal richtig hart war, wir konnten nicht aufhören weiterzulaufen. Sobald wir eine Zeitnahmestelle überquert hatten, trafen die ersten Kommentare ein. Die habe ich Marlen dann oft vorgelesen, um mit ihr zu teilen, wer in dem Moment alles an uns gedacht hat. Gerade auf der letzten Etappe, die sich beinahe endlos zog, hat diese mentale Unterstützung unheimlich gut getan.
Wir waren so gesehen nicht nur ein Team bestehend aus uns beiden Läufern, sondern eine riesige Mannschaft. Gemeinsam haben wir es zum zweiten Mal geschafft, den Transalpine Run bis ins Ziel zu laufen.

Dagmar und Mona sind den weiten Weg aus München nach Sulden gefahren und haben uns im Ziel mit Jubel und Konfetti empfangen. Das war ein unvergesslicher Moment!

Mit Medaille und Finishershirt. Jetzt ist es offiziell, dass wir es geschafft haben! Irre!

Transalpine Run Finisher Party in Sulden
Nachtrag Marlen:
Gesundheitlich angeschlagen in einen so anstrengenden Wettkampf zu gehen ist unter Garantie nicht die beste Entscheidung Ich bin immer noch ziemlich hin und hergerissen, wie ich meine Teilnahme bewerten soll. Ja, wir haben es geschafft und ihr könnt hier unsere Sehnsucht-Bilder von einer wahnsinnig intensiv gelebten und gelittenen Woche anschauen.
Genau wie bei den Jackass-Videos, bei denen eingeblendet wurde “Don’t try this at home.” muss ich auch ehrlich sein und sagen, der Transalpine Run ist ein hammerharter Lauf! Und ich war eben so stur und wollte dieses tolle Erlebnis vom letzten Jahr nochmal spüren: Die Gemeinschaft der Läufer, der Zauber der Strecke, meine mentale Stärke ausreizen.
Wir waren in den Berichten, speziell in diesem Rückblick sehr ehrlich und hoffen, dass euch unsere Texte weiterhelfen können, wenn ihr selbst einmal den Transalpine Run laufen wollt. Für diejenigen, die ihn auch bestritten haben – wie war es aus eurer Sicht dieses Jahr?









Was braucht es fürs Trailrunning? Klar, eine gewisse Begeisterung, Ausdauer, Motivation, aber auch soziale Kompetenz und Flexibilität. Diese war bereits gestern in Fischen gefordert, als PlanB die heutige Strecke aufgrund der Regen-und Schneefälle im Allgäu drastisch änderte.
Das hieß dann für den ersten Renntag zwei Kilometer mehr, wir sind somit 43 Kilometer gelaufen mit etwas weniger Anstiegen.
Aus den 2.200 sind nur noch 1.700 Höhenmeter im Aufstieg geworden. Ein paar “kleine Zacken”, die viel Schnee bedeutet hätten, sind weggefallen.
Damit sind wir schon direkt beim Tag 2 unserer Klassenfahrt und dem Start der 1. Etappe kurz vor 9 Uhr in Fischen. Besser gesagt, um genau 8.53 Uhr. Das vorverlegen des Starts um sieben Minuten war notwendig, damit wir die Bahngleise ohne Konfrontation mit einem Regionalzug überqueren konnten.

Fischen war am Anfang des Tages in Starkregenlaune, unsere Laune hingegen war nach einem guten Frühstück und einem überraschendem Transport der Taschen zum Startbereich durch das Hotel ausgezeichnet.
Hinzu kam, dass wir trotz Einschecken in die Startaufstellung und Ausrüstungskontrolle Zeit für einige angenehme Gespräche mit Julia (Plan B – Danke fürs Foto), Lena, Iris, Felix Fache (der immer dabei ist
), Denis und einigen anderen hatten.
Dann ging es mit Begeisterung zum obligatorischen AC/DC Song “Highway to Hell” los.
Wir wollten jetzt einfach nur laufen, trotz der Länge der Strecke, der Höhenmeter und der vielen Tage die noch vor uns liegen.
Wir schreien, klatschen, jubeln, singen mit (ja auch das) – wir wollen laufen.
Der Startschuss – wie war das bei Foreman/ Ali? Get ready to rumble!
Ja, wir sind bereit. Bereit, viele Etappen zu laufen, zu klettern, und wenn es sein muss, über die Alpen zu kriechen! Denn genau darum geht es und das im Zweier-Team.
Habe ich am Anfang was zu sozialer Kompetenz geschrieben?
Ja, die braucht es, sonst knallt es. Marlen und ich hatten trotz der vielen gemeinsamen Wettkämpfe noch nie so richtig kritische, persönliche Situationen.
Klar, Du kannst nicht immer alles ausdiskutieren, einen Grundkonsens (gemeinsames Commitment) und Regeln muss es geben. Aber man muss auch manchmal einfach die Klappe halten und über die Schwächen des anderen hinwegsehen.
Zur Etappe: Am Anfang stand eine große Runde durch Fischen an, mit viel Regen und trotzdem viel Applaus der Einwohner, das tat gut.
Wir haben uns darüber unterhalten, dass die anderen zu Hause sitzen müssen und wir dürfen im schönen Allgäu laufen. Und genau dann treffen wir an der Strecke in Oberstdorf einen Arbeitskollegen aus München. Sehr fein.

Die Strecke hatte heute viel Asphalt. Bis zum ersten Checkpoint und Verpflegungsstelle hatten wir die Allgäuer Alpen als Panorama und fast eine glatte 5er Pace.
Das ging die ersten 20 Kilometer so: Eine flotte Pace, ein tolles Panorama mit Schnee auf den Bergen, der wie Puderzucker auf Schokoladenkuchen oder Windbeuteln aussah.

Aber dauernd dieser Asphalt! Naja, passend zum Regen… Der hörte in der Mitte der Etappe auf und es ging über die Fellhornbahn und Einödsbach. Da war auch der zweite Checkpoint mit leckeren sauren Gurken und Cola an der Verpflegung.

Vom Bergerhöfle ging es auf teilweise richtig tollen, fluffigen Single Trails Richtung Schroffenpass (ein Traum), auf den wir dann bei ca. Kilometer 30 einmündeten.
Die Füße waren vom Asphalt genervt und freuten sich über die Abwechslung.
Dann kam der lange Downhill über Gehren nach Warth, die Brücke über den Lech namens Gaißbrücke – von denen wir heute keine zu Gesicht bekommen haben – die Bodenalpe, Anger nach Lech am Arlberg.


So gesehen hatten wir tolle Panoramen, traumhafte (viel zu kurze) Trails, Downshills und ein Ziel in Lech, das wunderschön ist!
Fazit für heute: Wir sind im Rennen angekommen, zumindest körperlich, mental bin ich es noch nicht ganz.
Eine landschaftlich wunderschöne Etappe – leider mit zu hohen Asphaltanteilen – liegt hinter uns. Zitat Marlen “gefühlt 90 Prozent”.
Wir haben uns etwas quälen müssen. Marlen hat noch ein paar Wehwehchen nach der OP, bei mir zwickt die Bandscheibe. Aber schön wars dennoch und wir freuen uns auf morgen.
Ach so, eine ganz wesentliche Info: PlanB schafft es durch die Abendbriefings immer, die Motivation für den nächsten Tag hoch zu hängen.
Mit der entsprechenden hammermässigen Untermalung durch die Fotos und Videos des Tages, mit Musik und Beats.
In Ergänzung einiger flotter Rapps am Anfang, folgt eine durch eine Frau sehr gut gesungene Version von Survivor “Eye of the tiger” – die Welt ist im Umbruch. Und wir wollen trotzdem morgen wieder los.

Unsere Zimmer im Hotel Gotthard in Lech am Arlberg
Die Strecke des Laufs wechselt jährlich zwischen der Ostroute und der Westroute, die wir in diesem Jahr laufen werden. “Vier Länder, zwei Läufer, eine Woche – ein Traum!” – Und wir werden wieder mit dabei sein dürfen, beim härtesten und emotionalsten Etappenrennen der Welt!

Was macht den TAR so hart? Auf die Gesamtstrecke von 267 Kilometern mit ihren 15556 Höhenmetern bezogen, sind alle Etappen technisch anspruchsvoll, haben hochalpinen Charakter. Wir werden manchmal mehrfach täglich die Schneefallgrenze erreichen und somit Eis und Schneefelder erleben.
Wir werden wieder jeden Tag berichten wie es uns geht und ob meine Fitness nach der OP, vor einem Monat, schon für dieses Wagnis reicht.

Da die Rahmenbedingungen, zum Beispiel das tägliche Wechseln der Unterkunft und somit jeden Tag aufs Neue wegen eines sehr frühen Frühstücks zu verhandeln, fast anstrengender sind als das Laufen selbst, haben wir uns dafür entschieden die Kommunikation mit unseren Familien und Freunden in einer großen WhatsApp Gruppe zu bündeln. Dort werden – in unserem Fall – 33 Personen informiert, wie es uns geht. Dadurch hängen wir nicht die gesamte Zeit am Telefon und können uns in der kurzen Zeit, die bis zur nächsten Etappe bleibt, regenerieren. Wir haben dann also mehr Zeit zu essen 

Und warum ist dieses Rennen so emotional? Wir dürfen sieben Tage auf Klassenfahrt gehen, zusammen mit den anderen “Verrückten”. Man sieht so viele liebe Bekannte von verschiedenen Läufen und Wettkämpfen wieder und treffen Leute, mit denen wir im letzen Jahr auch auf dem TAR unterwegs waren. Das ist herrlich!
Emotional herausfordernd ist die Tatsache, dass wir nicht nur an sieben Tagen laufen, sondern die gesamte Zeit über Beziehungsarbeit leisten und kommunizieren müssen.
Mario und ich laufen seit ein paar Jahren Wettkämpfe zusammen. Wir sind also gut aufeinander eingespielt. Das heißt aber trotzdem, dass wir uns während der kommenden Woche “für das Team” auch mal zurück nehmen müssen, miteinander reden, Kompromisse finden, achtsam miteinander und mit der Tatsache umgehen müssen, vielleicht ein ehrgeiziges, persönliches Ziel zum Wohle des Teampartners nicht durchziehen zu können.

Unser Ziel ist es, wieder gemeinsam in Italien anzukommen. Morgen früh um 9 Uhr geht es los.
Wir freuen uns!
Dieses Chaos, das mein Freund und der Miezekater geduldig ertragen, gehört zu den akribischen Vorbereitungen für den Etappenlauf des Jahres: Dem Gore-Tex Transalpine Run.
Selbstverständlich trifft die Auflistung von diversen Unterbringungsorten der Ausrüstungsgegenstände nur auf mich zu. Mario, der alte Streber, hat alles für sich optisch überschaubar und zentral an einem Ort in seinem Haus bereits vor einer Woche zusammengetragen.
Beim Packen für den Transalpine Run stehen wir vor einer großen Herausforderung: Wir sollten möglichst all das mitnehmen, was wir während der sieben Wettkampftage brauchen. Denn in den einzelnen Etappenorten nach einer Drogerie oder einem Sportgeschäft suchen, kostet Zeit und Nerven. Außerdem haben wir bereits im letzten Jahr festgestellt, dass die Rahmenbedingungen die „Klassenfahrt“ oft anstrengender machen, als das eigentliche Laufen.
In verschiedenen Kategorien unterteilt, haben wir euch all die Dinge aufgelistet, die wir versuchen, in unsere 100 Liter fassende Tasche zu packen. Einige Bestandteile der Pflichtausrüstung müssen individuell mitgeführt werden, andere benötigt man nur einmal pro Team.
Da wir aus den Erfahrungen der 4 Trails, sowie der Transalpine Run Teilnahme im letzten Jahr schöpfen können, wissen wir auch um bestimmte Verschleißerscheinungen der Ausrüstung Bescheid. Daher wird jeder von uns beiden alle Bestandteile der Pflichtausrüstung mitnehmen. Wir wollen damit sicher stellen, dass wir jeden Tag die vollständige Pflichtausrüstung an der Kontrolle im Startblock vorzeigen können.
Was die Verpflegung angeht sind unsere Tipps: Macht keine Experimente und nehmt euch möglichst nur die Sachen mit, die ihr im ausprobiert habt und gut vertragt. Esst, was rein geht!
Meine Transalpine Ernährung ist nicht gerade die gesündeste, wenn ihr in meine Verpflegungsliste schaut. All diese Sachen haben sich aber in der Vergangenheit bewährt und wir werden so viele Kalorien verbrennen, da darf das ein oder andere Stück Schokolade schon dabei sein. 
Laufrucksack und Pflichtausrüstung
– Laufrucksack* Ultra 10 Vest von Camelbak
– 4 Softflasks à 500ml, davon eine isoliert. Softflasks lassen sich besser aufflüllen als eine große Trinkblase. Außerdem kann man kann beim Inhalt variieren (Pflichtausrüstung 1,5 Liter Flüssigkeit pro Person ist mitzuführen)*
– Trinkbecher*
– Erste Hilfe Set mit vorgeschriebenem Inhalt* (+Blasenpflaster, Schmerztablette, pjur active, Magnesium, Sonnencreme)
– Taschentücher, feuchte Tücher
– 2 Buffs (einer als Mütze)*
– Handschuhe*
– Regenjacke*
– leichte Windjacke (als isolierende Zwischenschicht)*
– lange Hose*
– Telefon*
– Zipper-Gefrierbeutel, um die Kleidung zu Verpacken und vor Schweiß und Regen zu schützen
– Personalausweis*
– GPS-Uhr*
– Sonnenbrille
– Stöcke
– Startnummerngürtel
– Neprosport „Basic Booster“ Salztabletten (+ kleines Beutelchen dafür)
– Traubenzucker
– „Freche Freunde“
– Riegel


Kleidung und Schuhe
– 4 verschiedene Lauf-Outfits, bestehend jeweils aus Sport-BH, Laufsocken/Calfs, Laufrock, T-Shirt/Tank
– Trailrunning Schuhe* Ich habe mich für ein Paar Ultra Endurance mit Gore-Tex Membran, den normalen Ultra Endurance, sowie den Ultra Vertical, alle Modelle von The North Face, entschieden.
– Ersatz-Regenjacke
– Stirnband/Visor
– 3/4 Hose
– 2 Merino-Baselayer
– dünne Laufweste
– Ärmlinge
– Freizeitkleidung
– Kompressionshose / Kompressionssocken zum Schlafen
– Unterwäsche




Diese Ausrüstung wird Mario auf den TAR mitnehmen.
Dropbag Etappenort
– Flipflops

Verpflegung
– 35 „Freche Freunde“ für unterwegs
– Traubenzucker
– Riegel
– Schokolade
– Studentenfutter
– Trinkkakao
– Salzstangen / Chips
– Landjäger
– Kaugummi



Marios Zusammenstellung an TAR-Verpflegung

Pflege und Regeneration
– Sixtus Frischegel / Startbalsam und Gesäßcreme – Bitte was?! – Ja, ihr habt richtig gelesen. Das ist eine Creme für Rennradfahrer gegen Wundscheuern. Bei mir kommt die jedoch nicht auf den Allerwertesten, sondern auf die Füße, dann bekomme ich keine Blasen.
– Magnesium
– Neprosport High Protein Plus + Shaker
– Neprosport „Basic Booster“ Salztabletten
– BCAA
– Neprosport Salbe
– Sonnencreme
– pjur active
– Jentschura Basenpulver
– Lacrosseball
– Recovery Roll R8
– Flossingband


Kommunikation
– Telefon
– iPad
– Kopfhörer
– Ladekabel (auch für GPS-Uhr)

Sonstiges
– Flaschenöffner
– Haftungsverzichtserklärung
– genügend Bargeld (50€ Transponder-Pfand, ggf. Zahlung Bus-Transfer bei Registrierung)
– Kosmetiktasche
– Ohropax
– Pantoprazol
– Arnika Salbe
– Zinkleim Tape
– Kinesiotape
– Schere
– Nagelfeile
– Taschentücher
– mehrere Wäschebeutel
– Rei aus der Tube
* gehört zur Pflichtausrüstung
Damit ich nicht jeden Tag in meinem Hotelzimmer ein riesiges Chaos veranstalte, packe ich mir all das nach Themengebieten in einzelne Beutel. Ich habe von einigen Teillnahmen beim Zugspitz Ultratrail oder anderen Rennen ziemlich viele Starterbeutel angehäuft. Nun kommen sie wieder zum Einsatz.
Vielleicht ist dieser Artikel ja für einige von euch, die den TAR in diesem Jahr zum ersten Mal laufen, werden interessant. Was meint ihr zu dieser Packliste? Habe ich etwas vergessen?
The post Transalpine Run – Packliste für eine Woche Trailrunning first appeared on Trail Kitchen.]]>Zugegebenermaßen bin ich in der Vergangeinheit nicht besonders experimentierfreudig gewesen, was unterschiedliche Schuhmodelle und -marken angeht. Mit meinem gestiegenen Laufpensum in den letzten Jahren musste ich jedoch feststellen, dass es meinen Füßen richtig gut tut nicht immer in dem selben Modell laufen zu müssen. Darüber hinaus ist natürlich auch meine Neugierde gewachsen!
Ich wollte herausfinden, ob es wirklich einen Unterschied macht, verschiedene Schuhe für unterschiedliches Terrain oder Herausforderungen zu besitzen. Ganz klare Antwort: Ja, es macht einen Unterschied! Deshalb möchte ich euch hier den The North Face Ultra Vertical vorstellen, einen Trailrunning Schuh der für das Laufen in technisch schwierigem Gelände gemacht wurde.
Zum ersten Mal habe ich diesen Schuh auf der Outdoor Messe 2016 in Friedrichshafen gesehen. The North Face präsentierte dort eine neue Technologie für die Zwischensohle ihrer Laufschuhe. Verbesserte Dämpfungs-, sowie Trageeigenschaften im hochalpinen Bereich, also auf Geröll und Felsen, sollten die Vorzüge Ultra Vertical sein. Meine Erwartungen waren zugegebenermaßen sehr hoch und ich hatte ihn damals schon als Wettkampfschuh 2017 im Kopf.

Kurz zu den Daten:
Obermaterial: atmungsaktives, offenes Meshgewebe mit FlashDry
Technologie
Zwischensohle: Snake Plate
-Technologie schützt den Fuß vor punktuellem Druck durch spitze Steine
Dämpfung: CRADLE
GUIDE mit zwei Härtegraden für natürliche Dämpfung
Sohle: Vibram® Megagrip-Laufsohle
Stollen: 5 mm
Sprengung: 6 mm
Gewicht: 271 g pro Schuh bei US Damen Größe 8.5
Preis: 140,-€
Testdauer bisher: 90 Kilometer
Erster Eindruck:
Auch wenn die Form des Ultra Vertical an die des Ultra MT von The North Face erinnert, handelt es sich optisch um einen komplett neuen Schuh. Auch das Tragegefühl unterscheidet sich deutlich. Das luftige Mesh auf der Oberseite, durch das man die Socken durchsehen kann ist perfekt für den Sommer! Trotzdem ist das Material vorne an der Kappe, sowie an den Seiten teilweise mit einem gummierten Gewebe verstärkt, damit keine Steinchen hindurch gelangen können und auch um ein Einreißen des Obermaterials zu verhindern.


Richtig neugierig gemacht auf den ersten Lauf hat mich die Sohle – das aggressive Profil verspricht guten Halt. Für mich ist das mental ein ganz entscheidender Punkt, denn wenn ich der Griffigkeit meiner Schuhe nicht vertrauen kann, dann laufe ich nicht rund. Wisst ihr was ich meine?
Passform:
Voller Euphorie habe ich die Schuhe nach dem ersten Begutachten anprobiert und war danach etwas irritiert: Obwohl ich bei The North Face in allen Schuhen Größe 9 trage, bin ich hier mit den Zehen hin- und her gerutscht und konnte mir deshalb beim ersten Testlauf in den Münchner Isartrails plötzlich nicht mehr vorstellen mit diesen Schuhen über die Alpen zu flitzen. Jedoch wollte ich diesen Gedanken nicht aufgeben und habe den Schuh eine halbe Nummer kleiner probiert. Zum Glück! Denn der passt!
Richtig gut gefällt mir auch noch, dass er an der Aussenseite am Knöchel etwas ausgeschnitten ist und ich meine etwas tief sitzenden Knöchel dadurch nicht aufreibe. Dennoch bietet der Schuh perfekten Halt in der Fersenkappe, ohne dass ich ihn zu fest schnüren muss. Für Läufer mit schmalem oder normal breitem Fuß bietet der Ultra Vertical meiner Meinung nach den besten Komfort.
Laufeigenschaften in technischem Gelände:
Nachdem ich die Ultra Vertical in der für mich passenden Größe hatte, konnte ich sie zweimal in den Münchner Isartrails und bei ein paar Intervallen auf Schotterwegen testen. Dann stand ein Kurzurlaub auf Mallorca an, bei dem wir raus in die Natur und über die felsige Küste laufen wollten. Idealer Testuntergrund und erste Bewährungsprobe für den Ultra Vertical.

Im Südosten von Mallorca ging es für uns 10 Kilometer entlang der rauen und zerklüfteten Küste über teilweise scharfkantige Felsen und in kurzen Ab- und Anstiegen durch mehrere Schluchten. Zwischendurch war auch immer mal ein Stück Schotterweg dabei, aber im wesentlichen war es eine technisch anspruchsvolle Tour.
Dabei habe ich es natürlich genau wissen wollen und bin manchmal extra auf spitzen Felsen gelaufen. Von der Dämpfung des Ultra Vertical bin ich auf den bisherigen Strecken sehr zufrieden. Allerdings war noch kein Lauf mit mehr als 30 Kilometern am Stück dabei. Auf langen Läufen wird sich dieser Schuh also bei mir noch beweisen müssen.



Auch die sogenannte Snake Plate in der Mittelsohle hält, was sie verspricht – spitze Felsen und Steine tun der Lauffreude keinen Abbruch und den Stollen konnten die mallorquinischen Felsenlandschaften nichts anhaben. Es war weder Profilabriss noch Abrieb erkennbar.
Auf einem Stück ausgewaschenem Fels bin ich bergab gelaufen – auch hier spielte die Vibram Sohle ihre Vorzüge aus und klebte förmlich am Untergrund. Da wir an der Küste unterwegs gewesen sind, könnt ihr euch sicherlich vorstellen, dass ich aus Versehen nicht nur ein Mal ins Wasser getappt bin. Durch das dünne Mesh stand der Schuh natürlich sofort unter Wasser. Doch das ist jedesmal wieder schnell raus gegangen und durch die Hitze waren die Schuhe im nu wieder trocken.

Fazit:
The North Face bezeichnet den Schuh als “Die ultimative Wahl für anspruchsvolles Gelände.“, das kann ich nach meinem Ausflug an die felsige Küste von Mallorca nur bestätigen. Auch auf den technisch anspruchsvollen Trails im Kufsteiner Land hat sich der Ultra Vertical bisher sehr gut geschlagen. Mit der neuen Zwischensohle hat The North Face einen guten Schritt nach vorne gemacht. Laufen über Felsen und spitze Steine macht einfach Spaß! Durch die leichten Verstärkungen des dünnen Obermaterials wird dessen Haltbarkeit gesichert und die Atmungsaktivität des Mesh Gewebes habe ich mittlerweile sehr zu schätzen gelernt.
Die Megagrip Sohle von Vibram mit dem aggressiven Profil klebt regelrecht am Untergrund, auf den Grip kann ich mich verlassen!
Probiert den Schuh ruhig eine halbe Nummer kleiner, als ihr sonst bei Laufschuhen tragt. Meiner Meinung nach fällt er größer aus, als die andern Trailrunning Schuhe von The North Face. Der Ultra Vertical ist zur Zeit mein Lieblingsschuh, deshalb werde ich ihn auch auf den Transalpine Run mitnehmen.

Kein gesponserter Beitrag. Von diesen Schuhen bin ich persönlich wirklich überzeugt.


Was für ein Panorama! Wir haben uns mega gefreut, in dieser herrlichen Gegend laufen zu dürfen!
Cortina d’Ampezzo am Freitagabend, 22:50 Uhr
Marlen und ich stehen in der Startaufstellung im Zentrum von Cortina. Die Zuschauer, die Athleten, der ganze Ort tobt. In zehn Minuten sollte der 11. The North Face Lavaredo Ultra Trail starten und wir sind dabei. Unglaublich! Trotz der Aussicht auf über 120 km und 5.800 positive Höhenmeter grinsen wir über das ganze Gesicht.
Dabei sein, Spaß haben und jeden Kilometer genießen war unser Motto und unsere Erwartung an den LUT. Dass uns dieser Lauf einiges abverlangen würde, das war uns zu diesem Zeitpunkt schon bewusst. Steve und Jürgen hatten uns schließlich viele Tipps mit auf den Weg gegeben. Doch es sollte dann doch alles ganz anders kommen, als wir es in unserer akribischen Planung ausgemalt hatten.

Der Plan steht! Diesen Zettel haben wir auf dem LUT dabei, um die cut off Zeiten im Blick zu haben.
Start des Lavaredo Ultra Trail, 23:00 Uhr
In der Startaufstellung verabschiedet uns Marie Meixner mit vielen guten Wünschen und drückt uns noch mal kräftig. Unter den Klängen von „Highway to Hell“ (PlanB lässt grüßen) und anderen Hits laufen wir los und alle 1300 Teilnehmer werden frenetisch gefeiert. Atmosphärisch unbeschreiblich! Das können sie super, die italienischen Gastgeber!

Gemeinsam mit 1298 anderen Läufern stehen wir in der Startaufstellung zum 11. The North Face Lavaredo Ultra Trail! Das Abenteuer kann beginnen!

Auf den ersten Kilometern ging es in einer Art Massenwanderung durch den Wald. Foto: Cano Photosports
Die ersten drei Kilometern führen uns durch den Ort, bejubelt und angefeuert klatschen wir Marie, Nolle und Florian ab und verschwinden in der Warteschlange zum ersten Anstieg. Wir rollen entspannt im hinteren Drittel des Feldes unser Tempo. Für das ganze Rennen haben wir unseren Zeitplan gemacht, orientiert an den „cut off“-Zeiten und unserem Ziel unter 24 Stunden anzukommen.
Nach dem langen Anstieg durch den Wald folgt ein schneller, kurzweiliger Downhill. Marlen ruft noch „Konzentration“, doch es war schon zu spät. Mit dem linken Fuß knicke ich schmerzhaft um, davon werde ich den ganzen Tag was haben..
Das Feld hat sich mittlerweile etwas entzerrt, unsere Lupine Stirnlampen leisten uns super Dienste. Gegen 01:50 Uhr landen wir entspannt am ersten Verpflegungspunkt (Ospitale). Wir trinken kurz etwas und weiter geht es durch die Nacht – traumhaft weit und von der Temperatur nicht zu kalt. Es läuft gut in der Dunkelheit – nach einem weiteren langen Auf-und Abstieg kommen wir zehn Minuten vor unserem Zeitplan am zweiten Verpflegungspunkte- und Kontrollpunkt (Federavecchia) an. Zeitlich liegen wir prima, es ist Samstagmorgen mittlerweile halb fünf und der Tag wird hell.
Sonnenaufgang am Samstag, 05:47 Uhr
Mit dem Sonnenaufgang genießen wir die ersten Blicke auf das sagenhafte Panorama der Dolomiten. Im Unterschied zum aufgehenden Tag merke ich, dass mein Kreislauf nicht hochgeht und essensmäßig irgendwie gar nichts geht– das wird sich im Laufe des Tages als Herausforderung erweisen. Marlen sagt, dass sie sich wie nach einer durchzechten Disconacht fühlt, wirft Traubenzucker und ein kitkat Chunky Peanut Butter ein. Daran ist bei mir nicht zu denken.

Sonnenaufgang in den Dolomiten.

Am Lago Misurina kann man es aushalten. Auch wenn Kreislauf und Magen nicht so recht wollen, der Kopf will weiter.
Der Nebel, der zwischen den Gipfeln steht, wirkt auf uns wie ein riesiger See. Der folgende echte Misurina See fasziniert uns: Türkises Wasser, ein Rundumgipfelblick, sattes Grün überall – die gemachten Fotos eignen sich als Postkarte.
Jetzt ist er da, der steile Anstieg zum nächsten Verpflegungspunkt, dem Rifugio Auronzo unterhalb der Drei Zinnen. Hier wird mir schlagartig bewusst, dass der heutige Tag ein nicht so einfacher werden wird. Die Luft, die Kraft und der Kreislauf werden mir zu schaffen machen – langsam, Meter für Meter. Hinzu kommt, dass es ab halb Sieben schon vergleichsweise sehr heiss ist.
Marlen läuft neben mir und mir fällt ein Spruch ein, den ich auf Facebook gelesen habe und gebe ihm zum besten: “Wenn nichts mehr geht, einfach locker weiterlaufen!“. Ich kann mir ein Lachen nicht unterdrücken, Marlen lacht zurück. So geht es leichter. Läuft doch!
Der Anstieg zum Wahrzeichen der Dolomiten zieht sich und liegt in der prallen Sonne. Bereits jetzt kostet mich der Aufstieg schlichtweg Willenskraft. Wenigstens die Vorstellung, dass wir bei Kilometer 48 den nächsten Kontrollpunkt (Rifugio Auronzo) erreichen werden. Bis dahin muss mich meine mentale Energie tragen.
Pause bei der V3 am Samstag, 08:04 Uhr
Wir kommen endlich bei der Verpflegungsstation an, und das sogar im Zeitplan! “Pause, Pause!” schreit es in mir und da ist noch eine andere Stimme: “Warum quälen? Steig aus! Hör auf! Hier ist es schön!“. Marlen schaut mich besorgt an. Ich bitte sie, mir ein kaltes Getränk im Refugio zu holen. Die „Köstlichkeiten“ der Verpflegungsstation lassen wir nach den Ratschlägen von Steve und Jürgen bewusst aus. Warme Cola und unappetitliches Essen bringen uns jetzt auch nicht weiter.

Am Refugio Auronzo, dem 3. Verpflegungspunkt wartete dieser unfassbar schöne Ausblick auf uns.
Wir sitzen vor dem Refugio in der Sonne, genießen den Blick und sichten das Höhenprofil unseres kommenden „Arbeitstages“. Mittlerweile bin ich beim Radler angekommen, und das tut richtig gut! An diesem Punkt schauen Marlen und ich uns lange an, auch sie hat Probleme mit dem Magen. Wir sind uns einig, dass aufgeben keine Option ist, so lange noch was geht!
Und die Reise geht weiter, 8:31 Uhr
Darum geht es nach einer halben Stunde weiter: Der Weg rüber zur Drei Zinnen Hütte geht erstaunlich gut und belohnt es uns im Parco Naturale Tre Cime mit Gelegenheiten für tolle Fotos. Der anschließende Downhill zum Landro See kostete zwar viel Kraft, aber machte unheimlich Spaß – runter zu hat der Kreislauf nix zu meckern und der leere Magen stört nicht. Wahrscheinlich liegt es aber auch am Rest meines Radler in der Soft Flask. Egal!

Die Drei Zinnen im Rücken, gleich geht es den langen und sonnigen Downhill entlang.

Schatten, hurra! Und hinter uns die Drei Zinnen!! Foto: Cano Photosports
Vom Landro See zur nächsten Verpflegungsstation bei Kilometer 67 wird es echt hart. Weit über 35 Grad, pralle Sonne, trocken – an richtig laufen ist nicht zu denken, an Kommunikation gleich gar nicht. Dank unserer Stöcke kommen wir auf der Ebene dennoch relativ gut voran.
Cimabanche, Drop Bags, 11:36 Uhr
Bei der Drop Bag Station und dem nächsten Verpflegungspunkt in Cimabanche angekommen, liegen wir etwa eine halbe Stunde über Plan. Trotzdem Pause machen, Getränke kaufen. Es gibt wieder ein Radler, diesmal bestellt Marlen die alkoholfreie Variante und ergänzt mit Apfelschorle. Wir befüllen unsere Soft Flasks, und ich muss noch ein bisschen sitzen bleiben, bevor wir unsere Drop Bags mit den frischen Sachen holen und unser Laufrucksäcke mit neuer, eigener Verpflegung beladen. Komplett umgezogen geht es angenehm in frischen Sachen und einem neuen Paar Schuhen weiter.
Gerade wird mir wieder bewusst, was ich an Marlen als Laufpartnerin so schätze: Die jammert nicht, auch wenn es objektiv echt krass ist. Die läuft! Unsere Motivation steht also, das Ziel ist nach wie vor im Hellen anzukommen. Allerdings zieht uns der lange Anstieg zum Hochplateau komplett den Zahn. Steve hat uns vorgewarnt, dass es dort sehr heiss werden kann. Steve, wir sind gar gekocht!
Downhill zum nächsten Refugio, 14:11 Uhr
Daher holen wir wieder unsere Allzweck-Brechstange namens Willenskraft raus, das geht irgendwie immer. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir die fünfte Verpflegungsstation (Malga Ra Stua). Die Zeitmessung mag uns irgendwie nicht und der Split fehlt, aber egal. Wir halten konsequent an unserer „Refugiotaktik“ fest und kehren auch hier für kalte Getränke ein. Ich genehmige mir erneut eine Apfelschorle, Marlen hält sich an alkoholfreies Radler.

Die Panoramen – ein Traum!
Kleine Anekdote am Rande: Auf dem Hochplateau vor dem Downhill zum Verpflegungspunkt haben wir die Jungs vom Alpine Rescue Team getroffen. Die saßen ganz gechillt in ihren Campingstühlen bei kaltem Hacker Pschorr Kellerbier. Marlen macht das, was sie gut kann: Charmant frech fragen! Und schwupps haben wir beide “mitten in der Wüste“ einen Becher kaltes Bier in der Hand. Das tat gut!
Und jetzt nach der V5 haben wir es vor uns: Das lange Stück von über 20 Kilometern bis zur nächsten Verpflegung mit dem Anstieg zum Col de Bos. Heiss, heisser, am heissesten! Und der Weg nach oben nimmt kein Ende. Ich merke wieder meinen heute nicht vorhandenen Kreislauf. Mittlerweile ist es nur noch “Kampf, Kampf, Weiter, Weiter!“.

Kraft sammeln, Pause machen, nächste Stufe Willenskraft einschalten und weiter gehts..
Viel und von Allem!
Wir befinden uns schon eine kleine Weile auf den letzten 40 Kilometern und untermalt von ersten Donnern, Blitzen und Wetterleuchten geht es ein langes Stück durch ein verblocktes Tal. Frei der heutigen Devise „Viel und von Allem!“ kommt jetzt auch noch Wasser dazu. Von unten der Fluss, den wir durchqueren. Von oben regnet es sich regelrecht ein.
Die Strecke kommt wir wie eine dauernd währende Achterbahnfahrt vor: Runter, wieder hoch und ja, übel ist mir auch! Der Streckenchef hat aber noch einige Höhenmeter für uns vorgesehen und es hilft alles nichts – wir müssen dort laufen, wo markiert ist! Also geht es nun wieder runter zur Verpflegungsstation Nummer 6, die wir schon eine Weile im Downhill sehen konnten.

Was da so schön einer Aurora gleicht hat in den nachfolgenden Stunden einiges an Regen herunter gelassen. Aber ist das nicht wunderschön?!
Refugio Col Gallina, Samstagabend, 20:04 Uhr
Mist, schon so spät! Wir sind nun zwei Stunden hinter unserem Plan an diesem Checkpoint angekommen, immerhin sind es aber noch 1,5 Stunden bis zum cut off. Marlen tut mir leid, wegen mir muss sie langsam machen.
Wir sortieren uns, sichten unseren Plan, berechnen Zeiten neu und kramen die Stirnlampen raus. An dieser Verpflegungsstation ist Marlen gar nicht mehr vom Topf mit dem heißen Tee wegzubekommen. Ich stärke mich mit Cola und schaffe es leider nur die salzige Brühe zu schlürfen, die auf meinem Teller Nudeln dabei war bevor es wieder los ging.
Zwischenfazit: Im Downhill läuft es – die Anstiege funktionieren nur mit Gewalt. Mirko, mein Schwager, sagt immer: „Alles pure Willenskraft“ – davon mache ich heute reichlich Gebrauch – Marlen manchmal auch.
Es wird langsam dunkel, jetzt heißt es Tempo machen. Wir starten in Richtung Rifugio Averaund. Ein cut off kommt noch, um 0:00 Uhr am Passo Giau. Bis dahin kennen wir das Spiel aus Anstiegen und Gegenanstiegen, getreu der obigen Devise „bitte viel und von allem“ kommen wieder reichlich Höhenmeter auf die Uhr.
Passo Giau, Samstagnacht, 22:45 Uhr
Es regnet und die „Wege“ sind glatt, schmal und gefährlich. Ach ja, leicht müde sind wir zudem auch noch. Aber durch die Dunkelheit der Nacht hat das Ganze einen charmanten Flair. Die ab und zu aufzuckenden Blitze erleuchten abrupt die Gegend und wir können innerhalb dieser Sekunde die aufgetürmten Felsen vor uns und den steilen Berghang neben uns wahrnehmen. Das ist total surreal!
Zeitlich gesehen haben wir ausreichend Vorsprung auf das Rennende und ab dem Passt Giau und noch 16 km zum „Genießen“ bis ins Ziel nach Cortina. Also eine objektiv überschaubare Strecke, nicht mal mehr ein Halbmarathon.
Wir trinken am Versorgungspunkt Tee und weiter geht es: Anstieg, Anstieg, Anstieg – wieviele noch? Keine Ahnung – gefühlt sind es mehr als angegeben. Die Landschaft im Dunkeln ist interessant und besteht größtenteils aus Felsen – Schottland bei Nacht – noch dazu im Regen, zu warm ist uns jetzt nicht mehr.
Die letzte Verpflegungsstation, Sonntag, 01:04 Uhr
Und dann sind wir nach einem Downhill an der V8 Creda da Lago angekommen. Wir müssen die Akkus unserer Stirnlampen wechseln und gönnen uns hier nochmal unter einem Zeltdach eine kleine Pause vom Laufen und vom Regen. Das Schild zeigt nur noch 9 Kilometer bis ins Ziel. Und nur noch bergab.
Der Downhill tut richtig gut, trotzdem ist viel Konzentration nötig da Geröll und Schlamm den Abstieg zur Rutschpartie machen. Uns fällt zu diesem Teil der Strecke der Jägersteig nach Grainau ein, den wir beim Zugspitz Ultratrail bei Regen auch nur runter tackern können, wie auf rohen Eiern.
Dann sehen wir Cortina mit seinen Lichtern und nach einer Ehrenrunde im Wald sind wir in der Stadt angekommen und können die letzten 3 km runterzählen. Wir sind tatsächlich schon mehr als 27 Stunden unterwegs. Das Laufen funktioniert bereits seit 2 Kilometern wieder.
Cortina d’Ampezzo am Sonntagmorgen, 2:50 Uhr
Und endlich sehen wir sie: Die Zielgerade und Marie, die mitten in der Nacht in strömendem Regen (sie hat auch den Cortina Trail in den Beinen) auf uns wartet und die letzten 400 Meter mit uns mitläuft. Wir sind gerührt und überglücklich im Ziel angekommen zu sein, nach diesem wirklich langen Tag!

Angekommen, nach mehr als 27 Stunden. Marie hat auf uns gewartet und dieses tolle Bild von uns im Ziel gemacht!

Die Faust geballt – wir haben es geschafft! Foto: cano photosports

Fertig sehen wir aus, aber glücklich!! Endlich im Ziel! Foto: Cano Photosports
Eine Woche nach dem Lavaredo Ultra Trail
Der LUT ist nun eine Woche her. Wir haben eine volle Arbeitswoche hinter uns, Montags ging es gleich weiter. Ich kann sagen, dass mir das Laufen, die Emotionen und die wunderschönen Landschaften fehlen.
Ich möchte an dieser Stelle unseren Familien und Freunden danken, die uns unterstützt und mitgefiebert haben. Es ist uns eine riesige Unterstützung gewesen zu wissen, dass viele Menschen an uns denken, die Daumen drücken und faktisch mit dabei sind.
Danke auch Steve Auch und Jürgen Nübling, die uns mit ihren vielen Tipps und Informationen auf (fast) alles vorbereitet haben. Und ich danke natürlich Marlen, die immer für mich da war – best teammate ever!
Körperlich merken wir von der Anstrengung des LUT nichts mehr, mental wird das Hochgefühl des Schaffens anhalten, und das ein Leben lang. Mein Fazit zum LUT fällt daher so aus: Ein hartes, krasses Ding! Traumhafte Landschaften, unglaubliche Panoramen, Bilder wie aus dem 3D Kino. Und dazu die Erkenntnis, dass der Wille nicht nur Berge versetzen, sondern diese auch hochsteigen kann!

Alles vorbei! Am Sonntag kurz vor der Abfahrt haben wir unsere Drop Bags abgeholt.
In der Theorie läuft man ja immer von Verpflegungsstation zu Verpflegungsstation, also man teilt sich das Rennen in kleinere, überschaubare Abschnitte ein. Wenn das bei einem 50, 60 oder 80 Kilometer langen Lauf klappt – dann wird das auch für 120 Kilometer funktionieren, meint Mario.
Ich bin schon ziemlich nervös, aber auch voller Vorfreude. Damit ich in meiner Aufregung nichts Wichtiges vergesse, haben Mario und ich gemeinsam generalstabsmäßig Packlisten geschrieben, sowie Fotos von zurecht gelegter Ausrüstung hin und her geschickt.
Genau wie bei einem Ultra Lauf unterteile ich auch das Packen in einzelne Stationen, bzw. Situationen und habe in meiner großen Tasche die einzelnen Beutel mit Kleidung und Ausrüstung, die ich zu verschiedenen Zeitpunkten benötige. Meine Packlisten möchte ich hier gerne mit euch teilen
Outfit Start
– Shirt
– Rock
– Kompressionssocken
– Ärmlinge
– leichte Windjacke
– Buff
– Stirnband / Visor
– Startnummerngürtel
– GPS-Uhr
– Stirnlampe
– Stöcke

Voraussichtlich wird das mein Startoutfit für den Lavaredo Ultra Trail sein.
Laufrucksack mit Pflichtausrüstung
– 2 Liter Trinkblase
– extra Soft Flask
– Rettungsdecke
– kleines Medi-Kit (Blasenpflaster, Schmerztablette, Magensäurehemmer, pjur active, Kompresse, Verband)
– Taschentücher
– Trinkbecher
– Sonnenbrille
– Ersatzakku für Stirnlampe
– Handy
– Ausweis
– Geld
– Neprosport “Basic Booster” Salztabletten (+ kleines Beutelchen dafür)
– Traubenzucker
– 8 „freche Freunde“ Smoothies
– Riegel
– Käse
– Regenjacke
– 3/4 Hose
– langer Pulli
– Buff (als Mütze)
– Handschuhe

All die Sachen und mindestens 2 Liter Wasser werde ich über die Dolomiten tragen.
Drop Bag – Kleidung
– Unterwäsche
– Kompressionssocken
– Rock
– Shirt kurz
– Shirt langarm
– Ärmlinge
– Regenjacke
– Buff
– Handschuhe
– Schuhe
Drop Bag – Essen und sonstiges
– 8 „freche Freunde“ Smoothies
– Riegel
– Traubenzucker
– Käse
– Salzstangen /Salzbrezen
– Neprosport “Basic Booster” Salztabletten (+ kleines Beutelchen dafür)
– Magensäurehemmer
– Magnesium
– Taschentücher
– Sixtus Frischegel / Startbalsam
– pjur active
– Sonnencreme
– Wechselstöcke (denn uns beiden sind die Stöcke während des Transalpine Runs gebrochen)

Hoffentlich ist der Dropbag des Veranstalters so groß, dass all meine Sachen und vor allen Dingen mein Essen hinein passt.
Regeneration
– Neprosport High Protein Plus Shake
– Neprosport Salbe
– Trinkkakao
– Jentschura Basenpulver
– Golfball
– Recovery Roll R8
– Flossingband
– FlipFlpos
– Kompressionshose
und sonst so
– Freizeitklamotten
– Ladekabel (Uhr, Handy, Lampenakkus)
– Essen
– Schlafsack für die Heimfahrt

Zum Glück bin ich nicht die einzige, die jede Menge zu Essen mitschleppt. Marios Tasche ist auch gut mit Leckereien gefüllt.

Meine Devise beim Packen ist: Lieber zu viel als zu wenig mitnehmen, wenn man nicht am Platz sparen muss! Denn wir haben ja nur einen Versuch. Und der soll klappen. Mario sagt immer:„Alles Kopfsache!“ – vielleicht zu einfach, aber der Kopf muss es wollen. Und wir wollen finishen!
Ein ganz großes Dankeschön sagen wir Steve Auch von uptothetop.de und Jürgen Niebling: Ihr beiden habt uns durch eure detaillierten Berichte, gerade in Punkto Renntaktik, Streckenbeschaffenheit, Schuhwahl, Rahmenbedingungen und Essen aus euren persönlichen Erfahrungen wertvolle Tipps weitergegeben.
Steve hat sich sogar die Arbeit gemacht und aus unseren Statistiken der bisherigen Läufe die vermutliche Zielzeit ausgerechnet 
Jetzt haben wir es in der Hand und in den Beinen – ganz sicher aber fest im Kopf!
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